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    Schleifen

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    Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026 – ‘Ein großer Ideenroman von einem der beglückendsten Autoren der Gegenwart.’ Clemens J. SetzFranziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In Otto Mandl, einem genialen Mathematiker, findet die junge Franziska ihren Seelenverwandten. Sie lernt, sich mit Wörtern aus toten Sprachen gegen ihr Leiden zu immunisieren. Die beiden entwickeln eine absolute Sprachbesessenheit und forschen fortan und bis an alle denkbaren Grenzen gemeinsam nach der perfekten Sprache.’Schleifen’ ist ein großer, ein kluger Roman über die Macht und den Einfluss von Sprache auf unser Leben, der richtig Spaß macht beim Lesen. Immer wieder stellt sich bei Elias Hirschl das schier Unglaubliche als wahr heraus, und der Rest ist extrem gut erfunden.

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    Schlurfkatzen

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    Die Wiener Schlurfs und Schlurfkatzen haben sich während der 1940er-Jahre mutig gegen die Nazi-Ideologie gestellt und gemeinsam gegen die Unterdrückung angetanzt. Autorin Barbara Kadletz stellt die fast vergessene Widerstandsbewegung in ihrer von Jorghi Poll illustrierten Graphic Novel ins Rampenlicht. Seit Luise kurz vor Kriegsbeginn bei einem Konzert der Vibraphonistin Vera Auer (1919–1996) war, ist sie Jazzfan und verpasst keine Gelegenheit, Swing zu tanzen und die Musik live zu hören. Allerdings gilt Jazz im Nationalsozialismus als entartete Kunst, und Swing zu tanzen ist seit September 1939 behördlich verboten. Von den Nazis wegen ihres Musikgeschmacks und ihres Styles geringschätzig als »Schlurfs« und »Schlurfkatzen« bezeichnet, übernehmen die Jugendlichen selbstbewusst diesen Begriff und feiern im Untergrund ihre Subkultur. Special appearance: Ernst Jandl, Erni Mangold und Helmut Qualtinger.

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    Das kunstseidene Mädchen

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    »Ich will ein Glanz werden«

    Doris, das kunstseidene Mädchen, ist Sekretärin bei einem zudringlichen Rechtsanwalt. Sie will nicht mehr tagein, tagaus Briefe tippen, sondern ein Star werden, will die große Welt erobern. Die große Welt, das ist für die Achtzehnjährige Berlin. Dort stürzt sie sich in das Leben der Tanzhallen, Bars und Literatencafés, lässt sich in vornehme Lokale einladen, goutiert die »gute Gesellschaft«  und bleibt doch allein. Ihre Affären mit Männern aus »besseren Kreisen« sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt eine Illusion. Doch Doris weiß sich zu trösten …

    Irmgard Keun hat Doris’ kunstseidene Abenteuer »naiv und brilliant, witzig und verzweifelt, volkstümlich und feurig« beschrieben (Hermann Kesten). Bunte Unterhaltung in Verbindung mit satirischer Zeitkritik  eine seltene Einheit und ein wahrer Klassiker der Literatur.

    »Ich bin so begeistert von der Sprache dieser Autorin, dass ich beim Lesen immer schwanke zwischen Faszination und Neid. Sie hat Menschen und Zeiten beschrieben, die zugleich weit weg sind und denen ich mich trotzdem eigentümlich nah fühle. Ja, so gut wie sie würde ich gern schreiben können.« Christian Baron

    »Irmgard Keun war die erfolgreichste deutsche Autorin der dreißiger Jahre, und die Lektüre lohnt noch heute.« Thomas Karlauf, FAZ

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    Träume aus Feuer

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    Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst schenkt ihm deshalb die Pfaueninsel zwischen Potsdam und Berlin, damit er im Geheimen in seiner Zauberwerkstatt aus dem Feuer eine neue Welt erschaffen kann. Aus seinem Ofen entsteigt am Ende ein Glas, wie es zuvor kein Menschenauge je gesehen hatte: rot wie ein Rubin. Schnell wird es eines der begehrtesten Luxusgüter Europas.

    Mitten im Barock geht Johannes Kunckel den Schritt von der Magie zur Chemie. Und schreibt damit Geschichte.

    Florian Illies erzählt diese nun auf seine unnachahmliche Weise neu – voll Atmosphäre, voller Einfühlung in die Vergangenheit, voller Poesie und Witz.

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    Wachs

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    Eine Liebesgeschichte, so schön, so verwegen, wie nur Christine Wunnicke sie schreibt. Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie Biheron, die schon im zarten Alter Leichen seziert, um deren Innenleben aus Wachs zu modellieren; und Madeleine Basseporte, die zeichnend die Anatomie von Blumen aufs Papier zaubert, weil Menschen einen ja doch nur von der Arbeit abhalten und meist keine Ahnung haben. Männer kommen auch vor, in schönen Nebenrollen – ein nervöser Bestseller-Autor, ein junger Nichtsnutz und Diderot, der Kaffee trinkt und viel redet. Ein hinreißender Liebesroman, der hin und her schwingt zwischen der Zeit, als Küchenschellen friedlich am Wegesrand wachsen, und jenen Schreckenstagen, als nicht allein der Königin wie einer schönen Blume der Kopf abgeschlagen wurde.

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    Der Graf Luna

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    WIEN IN DEN FRÜHEN 1950er JAHREN… Alexander Jessiersky, österreichischer Aristokrat russisch- polnischer Abstammung, bewohnt mit seiner Familie ein prächtiges Stadtpalais im Wiener Ersten Bezirk. Er verhält sich nach dem Anschluss unauffällig und angepasst – und geht als Profiteur aus dem Zweiten Weltkrieg hervor. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach begraben. Jessiersky trägt Mitschuld an der Deportation eines Mannes ins Konzentrationslager Mauthausen: des Grafen Luna. Ist es dieser totgeglaubte Graf, den er unvermutet im Mondschein in der Nähe seines Palais erspäht und der nun Rache an ihm und seiner Familie nehmen will? Getrieben von Schuldgefühlen und zunehmend ins Paranoide übergreifender Angst gerät Jessiersky immer stärker in den Bann der rätselhaften Gestalt und deren wechselvoller Familiengeschichte, mit der er sich manisch zu beschäftigen beginnt. Doch so sehr er sich auch vom Albdruck des Geschehenen befreien will: Der geheimnisvolle Graf Luna verfolgt ihn gleich einem Dämon durch das irrlichternde Wien der Nachkriegszeit, sodass Jessiersky bald zum Äußersten bereit ist, um seinen Seelenfrieden wiederherzustellen. Ein abgründiges Katz-und-Mausspiel bahnt sich an, das Jessiersky in atemlosem Tempo über die Bergkämme des Salzkammerguts bis in die Katakomben Roms treibt, wo sich sein Schicksal zuletzt besiegelt. Alexander Lernet-Holenias 1955 bei Zsolnay in Wien erschienener phantastischer Kriminalroman ist ein Werk von dichter Atmosphäre, psychologischer Spannung und stilistischer Eleganz. Im literarischen Spiel mit Motiven wie Schein und Wahrheit, Schuld und Verantwortung, arbeitet der k.u.k-Meistererzähler die Erfahrung des Nationalsozialismus in Österreich und die Verstrickungen Einzelner darin auf. „Ein Erzähler höchsten Ranges.“ – Hilde Spiel „…Wenn in ihm das Feurige erwacht, ist er nach meinem Empfinden großartiger als alle andern.“ – Stefan Zweig „…ein Autor mit federleichtem, ungezwungenem Stil” – Claudio Magris

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    In einem anderen Land

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    Der Roman, der Hemingway berühmt machte, ist bis heute der ideale Einstieg in sein Werk. Erstmals 1929 erschienen, basiert er auf Hemingways Erlebnissen als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg und wurde als das beste Buch über diesen Krieg gefeiert. Erzählt wird die Geschichte des jungen US-Amerikaners Frederic Henry, der als Sanitätsoffizier an der Front die englische Krankenschwester Catherine Berkley kennenlernt und sich in sie verliebt. Vor dem Hintergrund eines ebenso grausamen wie sinnlosen Stellungskrieges – Henry wird schwer verletzt, seine Einheit muss den Rückzug antreten – werden die beiden getrennt und finden wieder zueinander. Das Ende des Romans hat Hemingway nach eigenem Bekunden 39 Mal neu geschrieben. Es hat bis heute nichts von seiner Wucht und Tragik verloren.

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    Der Name der Rose

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    Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs.

    Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht …

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    Poyais. Ein Land das es nie gab.

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    Das erfundene Paradies – eine verhängnisvolle Reise ohne Wiederkehr

    1820: Zwei Schiffe voller hoffnungsfroher Siedler stechen in See. Ihr Ziel: Poyais – ein neu gegründeter Staat in Südamerika, der europäischen Auswanderern Reichtum und Freiheit verspricht. Doch das angebliche Paradies ist eine Lüge. Poyais existiert nicht. Es ist die skrupellose Erfindung des Hochstaplers Gregor MacGregor, der mit glänzenden Versprechen Tausende in die Irre führt. Auch Kaufmannstochter Julie will mit ihrem Geliebten fliehen – und strandet in einer Katastrophe. In der unerbittlichen Hitze der Karibik kämpft sie gegen Hunger, Krankheit und Verzweiflung. Und steht bald vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Kann sie sich – und andere – retten?

    Nach einer wahren Begebenheit erzählt Uli Aechtner in diesem packenden historischen Roman erstmals vom legendären Poyais-Betrug. Eine Geschichte über Verführung, Täuschung und den Kampf ums Überleben, die Leser*innen historischer Romane in ihren Bann ziehen wird.

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    Stunden wie Tage

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    Berlin, in den 1940er-Jahren: Martha E. ist fleißig und äußerst sparsam. Gute Eigenschaften für die Stelle als Hausbesorgerin, die sie im Schöneberger Mietshaus der Brüder Berkowitz innehat. Liane Berkowitz kommt aus gutem Hause, ein neugieriges und lebenslustiges Mädchen, das mitten im Krieg die Liebe kennenlernt – und den Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Jahrzehnte später wandert Martha die Straßen Schönebergs entlang, zerlumpt und abgerissen. Jeder kennt sie, doch keiner weiß, wer sie wirklich ist: eine Millionärin und Zeugin von Lianes schicksalhaftem Leben.

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    In Zeiten des blauen Lichts

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    Sie träumt davon, eine solche Farbe zu erschaffen – jenes Blau des Mittelmeers zur Mittagszeit, wenn die Sonne über dem Wasser zersplittert. Ein grenzenloses Blau unendlicher Weite.

    Paris, 1664: Alouette ist die Tochter eines Färbers in der berühmten Gobelin-Manufaktur. Sie hegt den Wunsch, eine einzigartige Farbe zu entwickeln – das Blau der Hoffnung. Aber als Frau ist es ihr verboten, das Handwerk ihres Vaters auszuüben. Nur im Geheimen kann sie an ihrer Rezeptur arbeiten. Bis sie sich sicher ist, die Formel des perfekten Blaus gefunden zu haben. Doch damit fordert sie die Männer der Zunft heraus und riskiert alles, was ihr wichtig ist, nicht zuletzt auch ihre Verbindung zu dem jungen Steinbrecher Étienne, mit dem sie das Glück – und den Kummer – einer großen Liebe erfährt.

    Knapp drei Jahrhunderte später: Es sind dunkle Zeiten, und der junge Arzt Kristof versucht alles, um die Menschen in seiner Nähe zu beschützen. Dabei wird auf unerwartete Weise Alouettes Weg des Widerstands den seinen kreuzen.

    Ein großer Roman über jene Stärke, die wir im Streben nach Freiheit in uns selbst finden, und ein einmalig faszinierendes Panorama von Paris

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    Der Kaiser reist inkognito

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    Ohne Pomp und großes Gefolge durch Europa: Die faszinierende Geschichte des Habsburger Kaisers Joseph II. – Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis 2023

    Ende des 18. Jahrhunderts geraten die europäischen Monarchien ins Wanken. Der Sohn Maria Theresias, Kaiser Joseph II., erkennt den Reformbedarf und greift begierig die Ideen der Aufklärung auf. Ohne Pomp und großes Gefolge – inkognito – bereist er sein riesiges Reich. Mit eigenen Augen sieht er, wie seine Untertanen leben, unter Frondiensten leiden, hungern. Er trifft einfache Menschen ebenso wie Fürsten und Könige, besucht Krankenhäuser und Fabriken, immer auf der Suche nach neuen Erkenntnissen für den Aufbau seines modernen Staates. Bei seiner Schwester in Versailles sieht er die Französische Revolution heraufziehen. Am Ende hat Joseph II. ein Viertel seiner Regierungszeit unterwegs verbracht. Monika Czernin schildert einen außergewöhnlichen Herrscher, der seiner Zeit in vielem voraus war.
    »Vielleicht der vollkommenste aufgeklärte Herrscher in der europäischen Geschichte.« A. C. Macartney
    Eine der 100 Literatur-Empfehlungen für 100 Jahre eines Lebens im Magazin der »Süddeutschen Zeitung« vom 25. Februar 2022

    Ausstattung: mit Abbildungen

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