Der schlaflose Cheng

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Cheng macht Urlaub. Besser gesagt, entfernt er sich räumlich, um fernab von Wien auf andere Gedanken zu kommen. In der Bar seines mallorquinischen Hotels spricht ihn ein Mann an – Peter Polnitz, die Synchronstimme des englischen Weltstars Andrew Wake. Cheng und Polnitz unterhalten sich über Gott und die Welt, gehen aber ohne die Absicht auseinander, sich je wieder zu sehen. Ein Jahr später melden die Nachrichten, Polnitz sei wegen Mordes an Wake zu lebenslanger Haft verurteilt worden – und seine Tochter taucht in Chengs Büro auf: Sie überredet ihn, den Fall zu übernehmen und Polnitz’ Unschuld zu beweisen. Am Ende kennt er Polnitz besser, als ihm lieb sein kann – und weiß endlich, was er mit dem Rest seines Lebens anstellen soll.

Autor: Heinrich Steinfest ISBN: 978-3-492-06148-3 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Piper , 2019
Softcover , 288 Seiten
Produkt-ID:3746

1 Bewertung für Der schlaflose Cheng

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    „Der schaflose Cheng“ ist, nach einer langen Pause, in der Heinrich Steinfest jedoch nicht untätig war (vielmehr hat er so fantasievolle Romane wie „Das grüne Rollo“ geschrieben), der fünfte Roman aus der Reihe um den Privatdetektiv Cheng des Autors.

    Für Leserinnen und Leser, die die ersten vier Krimis nicht gelesen haben: Cheng ist ein chinesischstämmiger, einarmiger Wiener Privatdetektiv. Seine Fälle löst er souverän, wenngleich er neue Fälle nur mehr ungern annimmt.

    Als Cheng bei seinem Urlaub auf Mallorca zufällig mit dem deutschen Synchronsprecher Peter Polnitz ins Gespräch kommt und dieser nach einiger Zeit des Mordes an einem britischen Schauspieler, dem er seine Stimme geliehen hat angeklagt wird, macht Cheng eine Ausnahme und übernimmt den Fall. Polnitz’ Tochter Lis, überzeugt von der Unschuld ihres Vaters, überredet Cheng Beweise zu suchen, die diesen entlasten. Seine Ermittlungen führen ihn von Wien über Frankfurt und London, mit einem Schweizer Polizisten bis auf einen Berg in Island und schließlich auf ein Schiff vor der Küste Grönlands.

    Steinfest schafft ein Ambiente, in dem man sich nicht nur als Krimileser/in wohlfühlt. Seine Figuren, allen voran die umsichtige Vorzimmerdame Frau Wolf, die (trotz ihrer häufigen Friseurbesuche) über ein außergewöhnliche Kombinationsgabe und Organisationstalent verfügt sind liebevoll gezeichnet und für die Stimmung des Romans mitverantwortlich. Auch der nicht mehr lebende Hund Chengs, Lauscher, taucht gelegentlich auf, bis er auf einer Eisscholle in Grönland (endgültig?) zurückbleibt.

    Poetische Sprache, die dem Genre des Krimis keinen Abbruch tut, detailreich und die Handlung verdichtend, machen Steinfests Romane besonders lesenswert. Es ist de Autor wie selbstverständlich gelungen, eine Detektivgeschichte mit fantastischen Elementen wie z.B. aus Romanen H.P. Lovecrafts zu verbinden und die tatsächlichen Fakten in dieser Manier zur erzählen.

    Schauplätze die tausende Kilometer voneinander entfernt liegen, philosophische Betrachtungen und ein überraschendes Ende, das nicht verraten wird: Wir hoffen eine einen weiteren Roman mit dem Privatermittler Cheng.

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