Das Archiv der Herzschläge

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Um zu finden, was du verloren hast, musst du auf dein Herz hören. Der neue Roman von der Autorin des internationalen Bestsellers »Die Telefonzelle am Ende der Welt«

Im Südwesten Japans, in einem Meeresbecken, das sich die zwei Provinzen, Kagawa und Okayama, teilen, liegt eine einzigartige kleine Insel: Teshima. An der Ostspitze der Insel steht ein winziges Gebäude, in dem die Herzschläge von Zehntausenden von Menschen katalogisiert sind, lebenden und toten, die von den unterschiedlichsten Orten der Welt stammen. Es heißt Shinzō-on no Ākaibu, das Archiv der Herzschläge.
Shūichi ist ein bekannter Illustrator, vierzig Jahre alt – und hat eine Narbe in der Mitte seiner Brust. Er wird von seinem eigenen Herzschlag verfolgt, dem er jede Nacht lauscht, so als wolle er ihn an etwas erinnern, das teilweise im Dunkeln liegt. Als Shūichi nach dem Tod der Mutter in sein Elternhaus am Rande von Tokio zurückkehrt, macht er Bekanntschaft mit einem Jungen, der wie ein Schatten um das Haus schleicht. Shūichi und der achtjährige Kenta gehen eine außergewöhnliche Verbindung ein, die es ihnen ermöglicht, das Vergangene nicht länger zu verdrängen. Ihr Weg wird die beiden nach Teshima führen.

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Autor: Laura Imai Messina ISBN: 978-3-442-76258-3 Kategorie: Schlüsselworte: ,
btb , 2024
Hardcover , 312 Seiten
Produkt-ID:9148

1 Bewertung für Das Archiv der Herzschläge

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Rebekka Linden

    Der Roman wartet mit einer Geschichte auf, die sowohl das Herz berührt als auch vieles über die japanische Kultur im Allgemeinen lehrt. Insbesondere wird hier auf die Geschichte der Kanjis eingegangen, was für den Leser eine spannende Randinformation darstellt. Das Buch wurde nicht direkt in Kapitel eingeteilt und doch erfolgt eine Art der Aufteilung, die nicht zu lang ist und den Lesefluss durchaus angenehm gestaltet. Zur Schreibweise muss gesagt werden, dass die Worte zwar einfach gewählt wurden, jedoch der Sinn zwischen den Zeilen eine vollständige Geschichte erzählen, sodass der Leser aufpassen muss, sich nicht zu verlieren. Es gelingt der Autorin, den Leser mit der Vieldeutigkeit ihrer Worte schier zu verzaubern. Dabei macht sie sich einen Stil zu eigen, der stark an die einer Märchenerzählung erinnert. Die Handlung selbst erzählt von Hoffnung, Erinnerungen und auch von Trauerbewältigung auf eine sehr ätherische Weise. Dabei verknüpft die Autorin auch mehrere Handlungs- und Zeitstränge miteinander, die der Leser selbst während dem Lesen miteinander in die richtige Reihenfolge verbinden muss, um einen Blick auf die ganze Geschichte werfen zu können. Für den Leser können die vielen verschiedenen Sprünge in der Handlung zu Anfang verwirren. Jedoch sind gerade diese Sprünge mit einem gewissen Charme konstruiert, die den Leser auch dazu animieren weiterzulesen und auch um das Geheimnis der Handlung endlich zu lüften.

    Abschließend muss festgehalten werden, dass es sich bei diesem Buch um eine großartige Geschichte handelt, die sowohl emotional als auch ästhetisch ans Herz geht. Auch wenn zwischen den Zeilen ein ganzer Ozean verborgen liegt und die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird, so gibt sie dem Leser etwas und bringt ihn zum Innehalten und Nachdenken.

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