Das Seidenraupenzimmer

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Der neue Roman von Japans Erfolgsautorin Sayaka Murata erzählt die Geschichte zweier Außenseiter, Natsuki und ihr Cousin Yu, die sich jung verlieben und gemeinsam gegen eine Welt verbünden, die ihnen beileibe nicht nur Gutes will. Im alten Farmhaus der Familie, in dem früher die Seidenraupen ihren Dienst verrichteten, sind sie glücklich, denn sie sind beieinander. 20 Jahre später geht Natsuki an diesen Ort zurück … Die Magie dieses Romans spinnt uns ein in einen irisierenden Kokon der Fremdheit und entlässt uns schließlich in eine Realität, in der alles möglich ist.

Autor: Sayaka Murata ISBN: 978-3-351-03793-2 Kategorie: Schlüsselworte: , ,
Aufbau , 2020
Hardcover , 256 Seiten
Produkt-ID:5109

1 Bewertung für Das Seidenraupenzimmer

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Sayaka Murata erzählt die Geschichte zweier Außenseiter, von Natsuki und ihrem Cousin Yu, die sich als Jugendliche ineinander verlieben und gegen eine Welt verbünden, die ihnen nicht nur fremd ist, sondern ihnen auch nichts Gutes will. Jeden Sommer treffen sie einander im Haus der Großmutter, um das Ahnenfest zu feiern. Sie schwören einander Treue, auch nach den Sommermonaten, wenn sie wieder getrennt sein würden. „Es roch nach Tatami und Staub“ [Anm.: das Seidenraupenzimmer], in dem die beiden glücklich sind, denn sie sind beieinander. „Es musste phantastisch gewesen sein, als die weißen Falter im ganzen Haus herumflatterten.“
    Viele Jahre später kehrt Natsuki an den Ort zurück. Sie flieht mit ihrem Mann vor der Fabrik, „der Welt, in der wir leben“. In der Abgeschiedenheit des japanischen Gebirges Akishina entwickelt sich eine beunruhigende und verstörende Realität, an dessen Ende steht: „Die Schreie der Erdlinge fegten wie Sturmgebraus durch die Wälder und hallten weithin über den Planeten, um unsere Ankunft zu verkünden.“
    Nach „Die Ladenhüterin“ hat die japanische Erfolgsautorin neuerlich einen gesellschaftskritischen Roman verfasst: Auf den ersten Seiten eine zarte Liebesgeschichte, die sich mit jeder Seite, die man liest, immer mehr zu einer düsteren Dystopie für die Erde wandelt, während die drei Protagonisten einem scheinbaren Happy End entgegentreten.
    Mit phantastischen Elementen (z.B. Pyut, einem Außerirdischen [Anm.: Stofftier], der von der Zauberpolizei seines Sterns den Auftrag hat, die Menschen auf der Erde zu retten), bildreicher, fast märchenhaft-grausamer Sprache verfasst, taucht man in japanische Traditionen ein, ohne diese verstehen zu müssen, denn es ist für Mitteleuropäerinnen und -europäer letztlich ‚nur‘ ein besonders lesenswerter Roman. Erwähnenswert auch die hervorragende Übersetzung von Ursula Gräfe.

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