Was das Meer Ihnen vorschlug

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Als nichtsnutzige Versager betrachtet der jähzornige, misanthropische Hotel­besitzer seine fast erwachsenen Zwillingssöhne Mario und Javier. Und nachdem sie jahrelang unter ihm gelitten haben, bringen die beiden Brüder dem her­rischen Vater ihrerseits lang gewachsene Ablehnung entgegen. Schließlich hat nicht zuletzt dessen schamloses Verhältnis mit einer anderen Frau, aus dem sogar ein weiteres Kind hervorgegangen ist, ihre Mutter krank gemacht ein offenes Geheimnis in dem kleinen Küstenort. Eines Nachmittags begeben sich Vater und Söhne zum Fischen auf hohe See. Doch vor der karibischen Küste braut sich ein schweres Unwetter zusammen, die Hitze ist drückend, die Stim­mung aufgeladen. Als ihr Motorboot in Seenot gerät und der Vater plötzlich über Bord geht, erkennen die Brüder eine Chance, die so verlockend wie grau­sam ist.
In siebenundzwanzig vielstimmigen Kapiteln schildert Tomás González die schicksalsträchtigen Stunden, in denen ein fest verwurzelter Konflikt unauf­haltsam auf seinen Höhepunkt zusteuert und in denen zwei Brüder eine Entscheidung über Leben und Tod fällen müssen. Vordergründig still, erzählt González eine dramatische Geschichte von der Dimension einer griechischen Tragödie.

Autor: Tomas González ISBN: 978-3-86648-231-9 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Mare
Hardcover , 192 Seiten
Produkt-ID:424

1 Bewertung für Was das Meer Ihnen vorschlug

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Tomás Gonzáles entwirft diesen Roman in der Tradition einer griechischen Tragödie. Die schicksalhafte Verstrickung der beiden Söhne, die vor dem Hintergrund des bedrohlichen Sturms handeln müssen um zu überleben, wirft in vielen Facetten die Frage nach Schuld und Verantwortung auf, eine für Mario und Javier unlösbare Situation.
    27 Kapitel geben dem Roman einen perfekt inszenierten Spannungsbogen. Die nahende Katastrophe wird vor mehreren Kulissen deutlich gemacht: auf See, im Boot mit den Fischern – wortstark, maskulin, dunkel. Im Küstenort, von dem aus die Fahrt beginnt, wird die Geschichte auf besondere Weise erzählt. Dort lebt die Frau des Fischers, Dona Nora, die Stimmen gleich griechischer Chöre hört, und auf ihre Weise die Handlung erklärt und vorantreibt. „Ein Boot, in seiner Einsamkeit gefangen“, erwiderte die Schar und erinnerte sie daran, dass es den Vater gab, ihren Mann.“ … „Möge Gott ihm seine Schlechtigkeit vergeben und den Jungen, wenn sie tun, was das Meer ihnen vorschlägt.“
    Der Exodus des Romans wird hier nicht verraten. Er würde die Spannung beim Lesen nehmen. Lesenswerter Kontrast zu Hemingsways „Der alte Mann und das Meer“.

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