Verbrechen in Wien. Historische Kriminalfälle im 20. Jahrhundert

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Historische Kriminalfälle, die es in sich haben. Harald Seyrl und Max Edelbacher beschreiben Morde in Wien, die immer auch ein Spiegel ihrer jeweiligen Zeit sind: Die polizeilichen Untersuchungen der Taten und die Gerichtsverhandlungen bieten uns Einblicke in Lebensläufe und Milieus, die uns sonst häufig unbekannt bleiben. Das Buch ist damit auch eine einzigartige Sozialgeschichte Wiens zwischen 1900 und 1990, die uns mit gut 120 meist unbekannten Abbildungen eine der dunklen Seiten Wiens zeigt.

Autor: Harald Seyrl, Max Edelbacher ISBN: 978-3-96201-026-3 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Elsengold , 2019
Hardcover , 208 Seiten
Produkt-ID:4307

1 Bewertung für Verbrechen in Wien. Historische Kriminalfälle im 20. Jahrhundert

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Hans Marseille

    Kann man im Wiener Kriminalmuseum durch zwanzig Räume spazieren und die Geschichte der Kriminalität ab dem späten Mittelalter erleben, haben sich die beiden Autoren des bei Elsengold erschienen Buchs „Verbrechen in Wien“, auf Kriminalfälle des 20. Jahrhunderts konzentriert. Zwei hochkarätige Autoren – Harald Seyrl (Leiter des Wiener Kriminalmuseums) und Max Edelbacher (Vorsitzender des Schiedsgerichts der Vereinigung Kriminaldienst Österreich und ehem. Vorstand des Sicherheitsbüros) – haben aus den Archiven des Kriminalmuseums eine einzigartige Auswahl von spektakulären Kriminalfällen getroffen, umfangreich dokumentiert und illustriert.

    Entlang fünf historischer Epochen Wiens, von der Zeit der ausklingenden Monarchie bis in die Mitte der 1950er Jahre und dem Ende des vergangenen Jahrhunderts, blickt man als Leserin/Leser in die dunkle Seele des Verbrechens. Diese Einordnung der jeweiligen kriminellen Handlungen vermittelt einerseits die gesellschaftspolitischen Hintergründe der Taten, zeigt aber u.a. auch auf, welche polizeilichen Methoden den damaligen Beamten zur Verfügung standen (oder auch nicht).

    Ein Beispiel europäischer Polizeigeschichte, zwanzig Jahre bevor (übrigens in Wien) die Interpol gegründet wurde, ist der Mord an dem vermögenden Hausbesitzer Johann Sikora. Das Ehepaar Klein, das diesen ermordet und zerstückelt hatte, konnte in Paris ausgeforscht und verhaftet werden (1904).

    „Das Ende des Schokoladenkönigs“ fällt in das Jahr 1952. Der Mord an dem als „Cadbury-König“ genannten Kaufmanns und Schwarzhändlers, hat zahlreiche Kiebitze vor dem großen Schwurgerichtssaal angezogen. Durch die Verteidigung der des Mordes angeklagten Bardame durch den renommierten Rechtsanwalt Dr. Stern, konnte die ursprünglich lebenslängliche Freiheitsstrafe auf 20 Jahre Kerker herabgesetzt werden.

    Giftmord, tödliche Schüsse oder Stiche, erdrosselt: Einige der in den 1950er und 1960er verübten Verbrechen sind vielen von uns noch aus Erzählungen der Eltern in Erinnerung wie z.B. der Mord beim Russendenkmal oder der Mord in der Wiener Staatsoper.

    Mitte der 1970er und danach, scheint sich die kriminelle Energie deutlich zu ändern. „Ausbruch aus der Strafanstalt“ mit der bekannten Intervention des Polizeipräsidenten Holaubek: „I bin‘s, der Präsident“, der die Geiselnehmer von Stein zur Aufgabe veranlasste. Entführungen, der Fall Lucona, die Lainzer Krankenschwestern, und der als „Serienmörder auf zwei Kontinenten“ betitelte Fall Jack Unterweger runden das spannende und unterhaltsame Buch ab. Man kann es immer wieder zur Hand nehmen, der eine oder andere Kriminalfall enthält sicher Neues und Lesenswertes.

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