Und doch fallen wir glücklich

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Gioia ist siebzehn und in der Schule eine Außenseiterin. Obwohl ihr Name »Freude« bedeutet, wird sie von allen in ihrer Klasse nur »Trauerkloß« genannt. Sie gilt als »seltsam«, weil sie sich nichts aus Partys und Klamotten macht und ihre Jeans nur deswegen Risse aufweisen, weil sie wirklich alt sind. Stattdessen schreibt sie sich Gedichtzeilen von Rilke auf den Arm, hört Pink Floyd und hat eine heimliche Leidenschaft, die sie glücklich macht: Sie sammelt unübersetzbare Wörter aus allen Sprachen. Der Einzige, der Gioia versteht, ist der alte Philosophielehrer Dr. Bove, dem sie Fragen stellt, wenn die anderen sich auf dem Schulhof zusammenrotten. Eines Abends, als der Streit ihrer Eltern zu explodieren droht und sie der unerträglichen Atmosphäre zu Hause entflieht, trifft sie in einer verlassenen Bar einen geheimnisvollen Jungen, der dort mitten in der Nacht allein Darts spielt. Er nennt sich »Lo« und ist achtzehn Jahre alt. Und zum ersten Mal hat Gioia das Gefühl, verstanden zu werden. Lo wird zum Mittelpunkt ihres Lebens, das plötzlich einen Sinn hat. In die freundschaftlichen Begegnungen der beiden jungen Menschen schleicht sich bald die Liebe ein. Doch der Zauber währt nicht lange. Eines Tages ist Lo verschwunden – und mit ihm ein Geheimnis, von dem Gioia nichts wusste. Bei dem Versuch, Lo zu finden, erkennt sie, dass auch das Wort »Liebe« viele Bedeutungen haben kann .

Autor: Enrico Galiano ISBN: 978-3-85179-409-0 Kategorie: Schlüsselwort:
Thiele , 2019
Hardcover , 320 Seiten
Produkt-ID:4175

1 Bewertung für Und doch fallen wir glücklich

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    Lieselotte Stalzer

    Gioia Spada, die Heldin in „Und doch fallen wir glücklich“, sammelt Wörter aus vielen Sprachen. Jedes dieser Wörter hat für Gioia eine spezielle Bedeutung, manche charakterisieren das siebzehnjährige Mädchen, wie z.B. das aus dem Russischen stammende Wort „potschemutschka“ (Eine Person, die sich zu viele Gedanken macht). In vieler Hinsicht ist Gioia anders als andere Teenager. Sie hört Pink Floyd, beobachtet gerne Menschen und fotografiert diese von hinten, weil sie ihr „alle irgendwie unecht“ vorkommen, „Die Gesichter der Leute lügen“. Mit Gleichaltrigen kommuniziert sie wenig. Der Einzige, mit dem sie gerne redet und demgegenüber sie ihre Gedanken äußert, ist der Philosophie Professor. „Frag alles, was Du fragen willst, auch wenn dir die Fragen dumm erscheinen.“ Ihre imaginäre Freundin Tonia, führt ihr unverblümt die Realität vor Augen.

    Zu Hause erwartet Gioia Streit zwischen Mutter und Vater. In einer dieser Nächte läuft sie weg. „shaghzhagh“ (Dir klappern die Zähne vor Kälte und Zorn). Sie begegnet Lo und fühlt sich sofort von ihm angezogen. Vorsichtig entwickelt sich eine Freundschaft und Gioia lernt zum ersten Mal so etwas wie Glück kennen. Doch plötzlich kommt Lo nicht mehr zu den nächtlichen Rendezvous. Was ist passiert? Kann sie irgendetwas tun, um Lo wieder zu finden?

    Enrico Galiano ist einer unter den hundert beliebtesten Lehrern Italiens. Er kennt die Themen, die Jugendliche in der Pubertät beschäftigen und greift sie in seinem Debütroman mit sehr viel Feingefühl auf: sich von Erwachsenen unverstanden fühlen, nicht respektiert werden, Außenseiter zu sein, die erste große Liebe und die damit verbundenen starken und neuen Gefühle. „magari“ (wenn dies nur wahr wäre, Anm.: das Glück) ist Gioias Lieblingswort.

    Die Übersetzung von Christiane Landgrebe ist mehr als gelungen zu bezeichnen. Sie trifft die Sprache der Jugendlichen, authentisch und feinsinnig. Ein sehr lesenswerter All-Age Roman. Auf weitere Romane des Autors (in italienischer Sprache bereits vorliegend) kann man sich freuen.

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