Monsieur Orient-Express

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Der Orient-Express gilt als berühmtester Zug der Welt. Agatha Christie, Graham Greene und schließlich Hollywood machten ihn zum Mythos. Doch was ist die Geschichte des Orient-Express, wer hat ihn auf die Gleise gestellt, welche Vision steckte dahinter? Um 1880 stehen die Zeichen in Europa auf Nationalismus, viele europäische Länder streben eine Großmachtstellung an und schotten sich ab. In dieser Zeit taucht ein Mann auf, der die europäischen Staaten miteinander verbinden will: Georges Nagelmackers (1845–1905). Trotz Vorurteilen, Fremdenhass und bürokratischer Hindernisse gelingt es dem Eisenbahn-Pionier, ab 1883 Paris mit Konstantinopel zu verbinden und ein Netzwerk von über 180 europäischen Nachtzugverbindungen aufzubauen.

Autor: Gerhard J. Rekel ISBN: 978-3-218-01305-5 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Kremayr & Scheriau , 2022
Hardcover , 288 Seiten
Produkt-ID:7738

1 Bewertung für Monsieur Orient-Express

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    „Als Jugendlicher liebte ich den Duft des Bahnhofs.“ Und genauso werden Sie dieses Buch lieben. Es trägt das Parfüm der gepuderten Damen, das sich „mit dem Schweiß der Kofferträger und dem Geruch von Schmieröl und Kohle mischten. … Ein Versprechen auf Ferne.“
    Der Autor, Gerhard J. Rekel hat die erste Biografie über Georges Nagelmackers verfasst, jenem Mann, dem es zu seiner Zeit trotz großer politischer Hindernisse gelang, Orient und Okzident sowie viele europäische Metropolen durch Nachtzüge zu verbinden.
    Der Orient-Express wurde von zahlreichen Autorinnen und Autoren in ihren Werken verewigt. Agatha Christie ebenso wie Alfred Hitchcock und andere, die diesen Zug zu einer Legende werden ließen und für komfortables Reisen in ferne Länder versinnbildlicht. Seinen „Erfinder“ und dessen Lebensgeschichte lernt man in diesem ausgezeichnet recherchierten Buch kennen.
    In betuchten Verhältnissen aufgewachsen, musste er sich nicht nur den Zweifeln und Widerständen seines Vaters (einem Banker) entgegenstellen, sondern auch bürokratische und politische Hindernisse überwinden. Mit seinem diplomatischen Geschick baute er eine Brücke zwischen dem Abend- und dem Morgenland, geografisch wie auch kulturell und menschlich.
    Gerhard Rekels Biografie über George Nagelmackers entführt in die Jahrhundertwende und in die Zeit des technischen Fortschritts, die am Ende des Buches in einer kompakt zusammengefassten Zeittafel nachzuvollziehen ist.
    Die Leidenschaft des Autors für den belgischen Pionier, dessen Idee Grenzen mit einem Zug zu überwinden zur Jahrhundertwende ein gewagtes Unternehmen war, springt auf Leserinnen und Leser über, so dass man am Ende des Buches am liebsten in den mit Teak Holz und Kristalllustern ausgestatteten Zug einsteigen und zumindest eine Station mitfahren möchte.
    „Vielleicht ist Georges Nagelmackers einer der letzten großen Romantiker, der seinen Traum von einer friedlich verbundenen Welt mit aller Kraft zu verwirklichen suchte.“
    Sehr empfehlenswert, als e-book geht jedoch die schöne Ausstattung des Buches mit zahlreichen Bildern und Werbeplakaten unter.

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