Lügnerin

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Es gibt Leute, die schlagen mit der Faust auf die Theke, und es gibt Leute, die stehen dahinter und fragen: »Und was darf es für Sie sein?« Die Eisverkäuferin Nuphar Schalev gehört eindeutig in die zweite Kategorie: An dem Gesicht des Mädchens bleibt kein Blick länger hängen als notwendig. Doch als sie eines Tages ein Missverständnis zu einer Lüge formt, ändert sich alles, und sie rückt ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Im hellen Licht der Kameras blüht Nuphar auf, und mit ihr wächst und gedeiht die Lüge, und mit der Lüge wächst und gedeiht die junge Liebe zu Lavie Maimon, der im vierten Stock über der Eisdiele wohnt. Doch die Liebe ist etwas sehr Zartes, und die Wahrheit kann sie zertrampeln wie ein wildes Rhinozeros.
Ayelet Gundar-Goshens dritter Roman ist ihr unterhaltsamster und abgründigster: die Geschichte einer Lüge, die ein Eigenleben entwickelt, und vor allem die Geschichte einer Lügnerin, die ein Eigenleben entwickelt.

Autor: Ayelet Gundar-Goshen ISBN: 978-3-0369-5766-1 Kategorie: Schlüsselwort:
Kein und Aber , 2017
Hardcover , 352 Seiten
Produkt-ID:2402

1 Bewertung für Lügnerin

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Nuphar Schalev ist eine unscheinbare junge Frau. Während der Sommerferien steht sie Tag für Tag in einem Einkaufszentrum und verkauft Eis. „In den nächsten Wochen wurde Avschai Milner [ein bekannter Sänger] immer wieder gefragt, was ihn veranlasst habe, der Minderjährigen aus der Eisdiele bis zur Toilette zu folgen.“ Nuphar schreit, als er ihren Arm packt. „Hat er sie angefasst, riefen sie, und das bedeckte Gesicht erzitterte, was einer Bestätigug gleichkam“. Ein Missverständnis, das sie nicht aufklärt, das zu einer ‘stillschweigenden’ Lüge wird. Plötzlich bekommt Nuphar jene Aufmerksamkeit, die sie sich so wünscht und blüht auf. Zwei Menschen kennen von Beginn an die Wahrheit: ein taubstummer Bettler und ein schüchterner Bub, der zu dieser Zeit in den Hof geblickt hat.
    „Wenn die Wirklichkeit beschissen ist, ist das Lügen nicht so schimm.“ … „Ich sollte alles sagen.“ Der Junge erschrickt, denn die Beziehung zu Nuphar scheint nur möglich, durch sein Schweigen.

    Mit feinem Gespür für die Sprache und Gestik der Lüge, baut Ayelet Gundar-Goshen ein unterhaltsames und doppelbödiges Lügengebilde auf, aus dem es für keine der Figuren ein Entrinnen zu geben scheint. Mit dem sich entwickelnden Eigenleben der Geschichte, erkennt man die Sinnhaftigkeit von Lügen: Nuphars Selbstwertgefühl steigt, die beiden Mitwisser ziehen einen Vorteil aus ihrem Schweigen. Ein überraschendes Ende, ohne das die Autorin den Zeigefinger erhebt.

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