Ich, Bertha Pappenheim

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Mit Bertha Pappenheim (1859–1936) begegnet uns eine der großen Gestalten der deutsch-jüdischen Geschichte. Zu Lebzeiten war sie eine Berühmtheit. Als streitbare Feministin gründete sie den Jüdischen Frauenbund und stritt mit Martin Buber über eine Reform des orthodoxen Judentums. Nach dem Ersten Weltkrieg beriet sie den US-Präsidenten Woodrow Wilson und initiierte beim Völkerbund den Kampf gegen den internationalen Mädchenhandel. Als mutige Aktivistin an vielen Fronten dabei, geriet sie dennoch nahezu in Vergessenheit. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Unter dem Kürzel Anna O. lebt Bertha Pappenheim im kulturellen Gedächtnis weiter. Es ist der  ihr zugeschriebene Patientenname, unter dem sie – als kapriziöse »Hysterikerin« – zur Primadonna der frühen Psychoanalyse avancierte. Wie passen die zwei Leben zusammen? Franz Maciejewski nimmt das Versatzstück der »Anna O.« als das, was es ist: die schillernde Spitze eines Eisberges. Er macht sich dabei den Umstand zunutze, dass Bertha Pappenheim, schon als Patientin die Erfinderin der »Redekur«, eine geniale Erzählerin war. Und so lässt er sie ihre Geschichte nach Art der Anna O. selbst erzählen. Es entsteht ein Bild von der Schönheit der Sittlichkeit, hinter dem aufblitzt, was Hannah Arendt treffend die »unzeitgemäße Aktualität« von Bertha Pappenheim genannt hat.

Autor: Franz Maciejewski ISBN: 978-3-95510-117-6 Kategorie: Schlüsselwort:
Osburg
Hardcover , 200 Seiten
Produkt-ID:429

2 Bewertungen für Ich, Bertha Pappenheim

  1. Lieselotte Stalzer

    Franz Maciejewski hat eine Romanbiografie über das Leben dieser streitbaren Feministin, deren Sozialarbeit und Fürsorge nicht immer auf positive Reaktionen gestoßen ist, verfasst. Mit einem Geschenk, das Bertha vom Jüdischen Frauenbund in fortgeschrittenem Alter bekommt – ein Porträt, das von einem bekannten polnisch-jüdischem Maler angefertigt werden soll, beginnt der Roman. Ein Bild, das den Charakter Bertha Pappenheims einzufangen weiß, denn sie bestimmt, in welcher Rolle und mit welchen Requisiten sie gemalt werden will. „Ja, bei den vielen Reisen, den zahllosen Besuchen engagierter Frauen in halb Europa, habe ich kein besseres Indiz für den unaufhaltsamen Sieg der Frauenbewegung entdecken können, als das Verschwinden des Damenschreibtischs. Dieser ironischen Aufmöbelung eines Schminktisches.“

  2. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Dem Autor gelingt es, die Stimme einer mutigen Frau zum Klingen zu bringen, sie erzählen zu lassen, von Freude und schweren Zeiten. Beredt, empathisch, bescheiden. Bertha Pappenheim hat viele Persönlichkeiten getroffen, nicht alle werden der Leserin/ dem Leser bekannt sein. Franz Maciejewski hat dankenswerter Weise (in der Reihenfolge ihres Auftretens) eine Übersicht über diese Personen zusammengestellt, die in dieser Romanbiografie eine Rolle spielen.

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