Gleis 4

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Bewertet mit 4.00 von 5, basierend auf 1 Kundenbewertung
(1 Kundenrezension)
Autor: Franz Hohler ISBN: 978-3-442-74832-7 Kategorie: Schlüsselwort:
btb , 2014
Softcover , 224 Seiten
Produkt-ID:2934

1 Bewertung für Gleis 4

  1. Bewertet mit 4 von 5

    Ulli Jaksch

    „Darf ich Ihnen den Koffer tragen?“ Hättte sie geahnt, was dieser Satz für Folgen hatte, sie hätte abgelehnt, höflich aber entschieden. So steht es auf dem Buchdeckel. So beginnt es.
    Sie ist Isabelle, die einige Tage Urlaub braucht und zu ihrer Freundin nach Italien unterwegs ist. Der zuvorkommende Kofferträger bricht vor Isabelles Augen tot zusammen. Nach Urlaub ist ihr danach nicht mehr zumute. Versehentlich hat sie eine Mappe des Verstorbenen vom Bahnhof mitgenommen. Der Inhalt der Mappe lässt sie nicht in Ruhe. Isabelle möchte unbedingt wissen, wer dieser Mann war. Fast zwanghaft beginnt sie, seine Lebensgschichte zu verfolgen. Und das, obwohl sie Warnungen erhält, dies zu unterlassen.
    Das Buch ist im Sinn eines Kriminalromanes gehalten. Ein grauenhaftes Stück Schweizer Geschichte ist das Thema. Hohler erzählt aus der Zeit, in der den „gefallenen“ Müttern die Kinder weggenommen wurden, um sie in Waisenhäuser zu bringen und später als Verdingkinder – als Arbeitssklaven, meist in der Landwirtschaft – auszubeuten.

    Franz Hohler ist ein detailgenauer Erzähler. Nichts ist zu viel und nichts zu wenig. Auch wenn so manche Wendung der Handlung ein wenig zu konstruiert erscheinen oder vielleicht gerade deshalb ist dieser Roman schwer aus der Hand zu legen.

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