Das Glück ist grau

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(1 Kundenrezension)

Warme Augen, vorwitzige Ohren, die Hufe eines Champions und das Herz eines Helden: Das ist Sherman. Doch der kleine Esel strotzte nicht immer vor Lebensfreude – ganz im Gegenteil. Als Christopher McDougall ihn bei sich aufnimmt, ist er so stark verwahrlost, dass kaum jemand an sein Überleben glaubt. Fest entschlossen, Sherman seinen Lebenswillen zurückzugeben, fasst McDougall den wahnwitzigen Plan, ihn für Eselrennen auszubilden, wie man sie in den Rocky Mountains veranstaltet. Auf seinem Weg zum selbstbewussten Läufer wird Sherman von McDougalls Familie, Freunden, Nachbarn und ein paar seiner Artgenossen begleitet. Und erweist sich dabei für einige seiner Gefährten als Quelle des Trostes und der Unterstützung.

Autor: Christopher McDougall ISBN: 978-3-8321-8118-5 Kategorie: Schlüsselworte: , ,
Dumont , 2020
Hardcover , 416 Seiten
Produkt-ID:5541

1 Bewertung für Das Glück ist grau

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Ulli Jaksch

    Grau, aber nicht nur grau, sind die Burros. So werden Esel genannt, die sich gemeinsam mit Läuferin oder Läufer in Colorado Rennen liefern. Je nach ihrer Größe und ihrem Gewicht müssen die Esel dazu die klassische Goldgräberausrüstung tragen: Hacke, Pfanne, Schaufel.
    Der Autor erzählt die wahre Geschichte von Esel Sherman, der völlig verwahrlost und fast aufgegeben, von ihm und seiner Familie gerettet wird. Eine Aufgabe braucht Sherman, findet Christopher, damit er wieder Freude am Leben findet und daran gesunden kann.
    Recht interessant verbinden sich mehrere Erzählstränge. Die Familie lebt in einem Gebiet der Amischen. Diese leben die Auffassung, mit ihren Tieren zu kooperieren und sie entsprechend gut zu behandeln. Es finden sich darunter viele Helferinnen und Unterstützer für Sherman, deren Leben und Geschichte der Autor in vielen, liebenswerten Details schildert. Laufen – googeln Sie bei Interesse das Buch „Born to run“ – ist natürlich immer eine seiner Hauptsachen. Vieles erfahren wir über die Segnungen von Bewegung und wie sie wirkt. Dabei wird der Autor nie belehrend. Er beschreibt witzig, welchem gefürchteten Training er sich wegen der Burros mit Mitte Fünfzig noch einmal im Leben unterzieht. Burros, ja. Es sind dann insgesamt drei und zwei weitere Läuferinnen, die sich beim Rennen gegenseitig anstacheln und unterstützen.
    Hinreissend sind die Schilderungen, wie Sherman zum Rennesel wird, welche Rückschläge es gibt und wie denen begegnet wird. McDougall erzählt, gut zusammen gefasst, von sogenannten Tierflüsterern und von Expertinnen für Tierverhalten und -psychologie. Ich bin sehr angetan von der Grundidee, dass das Mitmachen der Esel nicht aus Angst oder Drill kommt. Ganz im Gegenteil. Die Menschen müssen alles, was sie von den Eseln möchten, so anbieten, als sei es die Idee der Esel selbst. Von Eselbiologie handelt dieses Buch also auch. Und davon, was es mit der vielzitierten Sturheit auf sich hat. Nämliches gilt übrigens auch für Katzen. Doch das ist nur nebenbei ein Einblick in die Leidenschaft der Rezensentin.
    Und los!!! Acht, vierundzwanzig oder mehr Kilometer lang geht es beim Burro-Rennen über Stock und Stein, durch Flüsse und durch Matsch, über Berge und über Geröllfelder und das Ganze in in rund 3000 m Höhe. Menschen und Tiere rennen im Gleichtakt, weil sie einander vertrauen und in Beziehung sind.

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