Wenn das Feuer ausgeht

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Wenn das Feuer brennt, kann man so einiges erleben. Man fühlt sich wohl, sicher und geborgen. Man kann sich im Licht der Flammen unterhalten, musizieren, lachen oder die Wärme aufnehmen und sich zur Ruhe legen. Doch wenn das Feuer ausgeht … haben die Gestalten, die in der Dunkelheit warten, den Mut, aus ihren Löchern zu kriechen. Wenn das Feuer ausgeht, gibt es keine Regeln mehr.

Ein Camp im Wald. 18 Menschen auf engstem Raum, jeder mit seiner Vergangenheit und seinen Geheimnissen. Mittendrin ist Lukas, der von seiner Mutter an diesen Ort geschickt wurde. Schnell merkt er: Irgendjemand oder irgendetwas will diesem Camp – und den Menschen darin – nichts Gutes. Zwischen sarkastischen Bemerkungen und philosophischen Gesprächen stößt er auf alte Wunden, die noch lange nicht verheilt sind.

Autor: Colin Hadler ISBN: 978-3-903144-96-5 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Edition Keiper , 2020
Softcover , 320 Seiten
Produkt-ID:4638

1 Bewertung für Wenn das Feuer ausgeht

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Der zweite Roman von Colin Hadler „Wenn das Feuer ausgeht“ hat einen ebenso einfachen, wie bestechenden Handlungsrahmen: Ein Sommercamp, ein dichter Wald, achtzehn Menschen und mysteriöse Ereignisse, die zunehmend Furcht einflößen (bei Protagonisten wie bei Leserinnen). Bereits im Prolog baut der Autor eine düstere, bedrohliche Atmosphäre auf, packend, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legt und sofort mitten im Geschehen des Sommercamps ist.

    Mit akustischen und visuellen Bildern sowie philosophischen Gedankengängen erzählt Hadler von Camp Summerlake. Fünfzehn Jugendliche, im Mittelpunkt Lukas, der als Ich-Erzähler durch die Geschichte führt. Er ist mutig und empathisch und genießt das Vertrauen der anderen Jugendlichen im Camp, weil jeder von ihnen hat eine besondere Vergangenheit.

    Magnus, der Leiter von Summerlake, hält eine Ansprache. „Nun also. Schlussendlich haben es dann doch alle lebendig hierher geschafft.“ Ab sofort gibt es keinen Kontakt mehr zur Außenwelt und es gilt die Regel „Wenn das Feuer ausgeht, befinden sich alle in ihren Hütten. Wenn das Feuer ausgeht hört der Spaß auf.“ Hadler gibt sich nicht mit einer einfachen Beschreibung der Szenerie zufrieden. Vielmehr lässt er die Teilnehmer anhand einer kleinen Karte das Camp erkunden und führt dabei spielerisch weitere Charaktere ein.

    Denn: Schon am zweiten Tag geschehen merkwürdige Dinge im Camp. Irgendetwas kann nicht stimmen. Nichts ist so wie es scheint. Das unterschwellig Bedrohliche spielt sich nicht nur in den Köpfen der Jugendlichen ab, irgendjemand steckt hinter dem falschen Spiel und will ihnen nichts Gutes. „Die meisten Bäume stehen so dicht nebeneinander, dass man sich gefangen fühlt. Eingegrenzt. Man kann nie alles erkennen, nie genau sehen, was auf einen zukommt.“ Hadler legt geschickt falsche Fährten aus und erzeugt durch plötzliche Wendungen immense Spannung, die sich in einem atemberaubenden Showdown entlädt.
    Colin Hadlers Buch besticht mit einem gut konstruierten Plot und lebendigen Dialogen. In der fesselnden und temporeichen Handlung eingebettet, finden sich philosophische Betrachtungen, Sakrasmus und Zitate, die den Jugendlichen helfen, unvorhersehbare Situationen zu meistern und die die Leserinnen und Leser zum Nachdenken anregen (so z.B. Seite 72f.)
    Das düstere Cover passt zur Handlung. Großes Plus: Auf der Innenklappe befindet sich ein Lageplan von Summerlake. Abschließend das Nachwort von Colin Hadler, das die besondere Dynamik des Buches erklärt.
    Er schreibt aus Erfahrung.
    Unbedingte Leseempfehlung ab 16 Jahren.

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