Tara und Tahnee

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Sierra Nevada, 1856. Mühsam kämpft sich Tahnee durch die Wildnis. Sie muss ihrem Vater helfen, der von Kopfgeldjägern gejagt wird. Immerzu denkt sie an das Versprechen, das sie ihm gegeben hat: Sie muss es schaffen, nach San Francisco zu kommen! Noch ahnt sie nicht, dass dort in einem herrschaftlichen Anwesen Tara lebt, mit der sie ein besonderes Schicksal verbindet …

Autor: Patrick Hertweck ISBN: 978-3-522-18467-0 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Thienemann , 2020
Hardcover , 304 Seiten
Produkt-ID:4894

1 Bewertung für Tara und Tahnee

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika. Es ist die Zeit der Siedler und der Goldgräber. Tahnee lebt mit ihrem Vater in einer Blockhütte in der Sierra Nevada. Sie ist ein taffes Mädchen, das mit Schusswaffen umgehen kann und sich in den umliegenden Gebirgszügen auskennt. Ein Schneesturm kommt auf, der Vater ist raußen, auf der Jagd, als ein wildfremder Mann auftaucht, der behauptet, ihr Vater sei ein Mörder. Tahnee ist auf und davon, bevor sie der Kopfgeldjäger erwischen kann, findet ihren Vater, der sie bittet, in San Francisco einen Mann aufzusuchen, der ihnen helfen soll. Warum wird auch sie von den Häschern verfolgt?
    Im Vergleich zu Tahnee, wächst Tara, die zweite Figur in diesem Roman, wohlbehütet bei ihrem Großvater auf. Sie führt ein Tagebuch in Briefform an ihre verstorbene Mutter. Dann passieren plötzlich unerklärliche Dinge. Warum verhält sich ihr Großvater so eigenartig und beantwortet niemand ihre Fragen? Auch Tara muss aus ihrem behaglichen Zuhause fliehen.

    „Tara und Tahnee“ ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden die beiden Figuren eingeführt. Tara, die in geborgenen Verhältnissen aufwächst und Tahnee, die sich auf der Flucht vor Kopfgeldjägern befindet und gefährliche Situationen meistern muss. Im zweiten Teil befindet sich Tara bereits ebenfalls auf der Flucht.
    Geschickt verändert Patrick Hertweck den Spannungsverlauf, indem er aus dem Wechsel zwischen dem beschreibenden Tagebuchstil Taras und der erlebenden Schreibform der auf der Flucht befindenden Tahnee – eine andere Form von Dramatik wählt. Dialoge stehen im Mittelpunkt und erhöhen das Tempo der Geschichte und die Wege der Mädchen rücken immer näher.

    Kinderbücher mit historischem Kontext sind sehr selten, noch dazu, wenn der zeitliche und geografische Kontext den Wilden Westen betrifft und die Protagonisten zwei Mädchen sind. Auf den ersten Blick könnte das Buch als Abenteuerroman bezeichnet werden. Indianer, Goldgräber, Schwarze, Kartenspieler, … der Wilde Westen wie man ihn sich vorstellt. Er ist aber weitaus mehr, nämlich auch eine, kindgerecht aufbereitete Kritik an Rassismus.

    Neben der außergewöhnlichen Geschichte, muss auch die tolle Ausstattung und die liebevolle Gestaltung des Buches erwähnt werden. Der violette Buchschnitt, etwas altmodisch aber passend für die Zeit und das Cover, auf dem die beiden Mädchen abgebildet sind, laden ein, das Buch in die Hand zu nehmen.

    Unbedingte Leseempfehlung, auch einmal als Abwechslung für Erwachsene und nicht nur für Mädchen ab 10 Jahren.

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