Fahrplanmäßiger Aufententhalt

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Das Schreiben Franz Hohlers ist immer auch ein Reisen. Nicht selten entsteht es unterwegs, an Bahnhöfen oder Flughäfen, im Gehen oder Warten. “Fahrplanmäßiger Aufenthalt” versammelt die neueste Kurzprosa dieses großen Meisters der kleinen Form. Die Erzählungen führen in die Ferne, nach Sarajevo, Kenia, Odessa oder auf den Maidan nach Kiew. Sie führen aber auch in einen Wartesaal am Bahnhof Schwäbisch Hall oder zur Birke vor dem eigenen Haus. Brillant beiläufig und pointiert öffnen sie die Fenster in die Wirklichkeit – die fremde wie die eigene, oder gleiten unvermutet ins Fantastische. Sie erzählen davon, was sich in unserer immer kleiner werdenden Welt entdecken lässt, wenn man nur genau hinsieht.

Autor: Franz Hohler ISBN: 978-3-630-87639-9 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Luchterhand , 2020
Hardcover , 112 Seiten
Produkt-ID:4658

Beschreibung

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1 Bewertung für Fahrplanmäßiger Aufententhalt

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Franz Hohler reist sichtlich gerne – und das bevozugt mit der Bahn (sie auch seinen Roman Gleis 4 aus dem Jahre 2014) Auch in seinem neuen Buch „Fahrplanmäßiger Aufenthalt“ ist er unterwegs.

    Die erste Erzählung benennt der Schweizer Autor „Nach Europa“. Ein Mann ist zu Fuß unterwegs, sein Ziel, ein einsamer Bergsee. Wie schon der Titel suggeriert, hat der Text eine unüberlesbare politische Komponente. Menschen, die nicht verreisen wollen, sondern müssen, erscheinen auf einem Boot im nebelumhangenen See.
    In der folgenden Geschichte geht es ebenfalls um ein, diesmal historisches) politisches Drama, die Todesmärsche nach Dachau.
    Manche von Hohlers Reisen regen auch zum Schmunzeln an, wie z.B. „Rasches Altern“ oder „Fünf Gepäckstücke“.

    Wenn man nicht reisen kann, ist Hohlers Werk ein mehr als adäquater Ersatz. „Fahrplanmäßiger Aufenthalt“ führt durch die Schweiz, Deutschland und nach Übersee. Ob Buchmesse, Supermarkt, Flughafen – viele Schauplätze ermöglichen ein Wiedererkennen einer, wenn auch kleinen bzw. kurzen Reise.

    Für Leserinnen und Leser, die poetische du detailreiche Sprache lieben, ist dies ein besonders empfehlenswertes Buch. Es ist mehr als ein Buch über ausbeutenden Tourismus, vielmehr ein Plädoyer für Empathie und Menschenwürde: Zwei Eigenschaften, die gerade im Jahr 2020 wichtig (geworden) sind.

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