Die erste Fahrt des Orientexpress

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Steigen Sie ein zur ersten Reise im sagenhaften Orient-Express!

 

Paris 1883. Für Georges Nagelmackers steht alles auf dem Spiel: Seine neueste Unternehmung, der Orient-Express, startet zur ersten Fahrt quer durch die verfeindeten Staaten Europas. Der luxuriös ausgestattete Zug will ein Symbol des Friedens sein. Mit dabei: ein Dutzend Diplomaten, die ihre politischen Differenzen beilegen sollen. Nur ein Erfolg kann den verschuldeten Georges vor dem Ruin retten. Und er würde damit das Herz der jungen Frauenrechtlerin Hubertine Berthier zurückgewinnen. Sie hat ihn verlassen, weil er ständig in großem Stile scheitert. Diesmal soll alles anders werden. Doch dann erfährt Georges, dass sich ein Attentäter an Bord befindet …

 

David Janz erweckt den Mythos Orient-Express in all seiner Pracht zu neuem Leben.

Autor: David Janz ISBN: 978-3-7577-0027-0 Kategorie: Schlüsselwort:
Lübbe , 2024
Softcover , 384 Seiten
Produkt-ID:9071

1 Bewertung für Die erste Fahrt des Orientexpress

  1. Bewertet mit 4 von 5

    Rebekka Linden

    Der historische Roman über den weltberühmten Zug nimmt seinen Leser sofort gefangen und führt ihn auf eine spannende Reise bis hin in den Orient.
    Die vielen kurzen Kapitel teilen das Buch gleichmäßig auf und besonders ansprechend sind sowohl die Abschnitte, welche die Tage der Reise noch einteilen und die kleinen Anmerkungen des Ortes und der Zeit. Die Schreibweise ist sehr angenehm und nimmt ihren Leser umgehend gefangen. Der Lesefluss gestaltet sich dadurch sehr angenehm. Die spannenden Ereignisse der Reise wurden so konstruiert, dass sie den Leser sofort für sich einnehmen.

    Die Protagonisten der Handlung sind sehr einnehmend konzipiert und in ihren Handlungen äußerst realitätsnah beschrieben. Dem Leser gelingt es sofort eine Sympathie zu ihnen aufzubauen. Besonders ansprechend ist die Gestaltung des weiblichen Hauptcharakters, da der Roman so sogar noch einen Hauch Feminismus in sich aufnehmen kann. Leser sympathisieren umgehend mit der weiblichen Hauptfigur, dessen Anwesenheit im Orientexpress dem Protagonisten sowohl ein Ärgernis, als auch die größte Freude für ihn darstellt. Die Idee einen der berühmtesten klassischen Autoren aus jener Zeit mit dem Zug mitfahren zu lassen und ihn in die Handlung als nicht unwichtigen Nebencharakter einzubauen ist äußerst clever, da das Buch so nicht nur durch das Gefährt, sondern auch durch eben jene Figur ein breites Publikum findet.

    Das Konzept des Romans, einen Reisebericht nachzustellen und zugleich einen spannungsgeladenen Roman zu gestalten, erinnert tatsächlich auch an die Werke besagten Autors, der die Reise im Orientexpress mit antritt. Auch wenn an manchen Stellen die Fiktion die Überhand nimmt, so stimmen einige der niedergeschriebenen Ereignisse und auch die einzelnen angefahrenen Bahnhöfe stimmen mit der Realität überein. Tatsächlich wurde hier nicht nur einen großen Wert auf Spannung und Fiktion, wie eine abgerundete Handlung gelegt, sondern auch auf die Authentizität, wie man im Nachwort des Autors durchaus nachlesen kann.

    Wie man erkennt, hat sich der Autor große Mühe gegeben, den berühmten Orientexpress in seiner Jungfernfahrt darzustellen und dies ist ihm, ohne Probleme gelungen. Auch die Wahl des Protagonisten ist ihm hier ausgezeichnet gelungen, handelt es sich um den Konstrukteur des Zuges und somit kann der Autor ein großes Augenmerk auf den schon beinahe revolutionären Luxus der Schlafwagen und anderen Waggons des Zuges hinweisen. Zudem kann so der Fokus auch auf den Bau und die Einrichtung des Zuges gelegt werden sowie auch die anfänglichen Risiken, welche sich vor der Fahrt für den Konstrukteur einstellen musste. Zudem ist es für den Leser schön einen Teil seiner Vision eines gemeinsamen Friedens mitzuverfolgen.

    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Roman an sich als gelungen betrachtet werden kann. Die vielen kleinen Details und die Idee die Geschichte des Orientexpress erneut zum Leben zu erwecken, dieses Mal jedoch nicht durch einen Mord, sondern durch seine Jungfernfahrt, kann als Geniestreich gewertet werden. Dies wirkt auf den Leser interesseweckend wie auch gleichsam fesselnd. Leser von historischen Romanen und auch Freunde der Eisenbahn gleichermaßen können sich an diesem Werk erfreuen.

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