Das Herz von Paris

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Paris im Frühling 1925. Die junge Berlinerin Ann-Sophie von Schoeller ist gerade in die französische Hauptstadt gezogen, wo ihr Ehemann in der renommierten Anwaltskanzlei seines Onkels einer vielversprechenden Karriere entgegensieht. Ann-Sophie hingegen spaziert gelangweilt durch die Straßen. Eines Tages landet sie in der Rue de l’Odéon vor einer Buchhandlung namens Shakespeare and Company, vor der eine rauchende Frau in Männerkleidung steht: die Buchhändlerin und Verlegerin Sylvia Beach. Als Ann-Sophie den Laden betritt, ist sie augenblicklich fasziniert, auch von den Frauen, denen sie dort begegnet. Sie fängt als Aushilfe an, und wird bald Teil der »Company« aus Literatinnen, Künstlerinnen und Freigeistern. Bald erkennt sie, dass sie mehr will vom Leben und auch in der Liebe. Ann-Sophie muss sich entscheiden zwischen bürgerlicher Sicherheit und dem Wagnis eines selbstbestimmten Lebens.

Autor: Veronika Peters ISBN: 978-3-311-30019-9 Kategorien: , Schlüsselworte: ,
Octopus , 2022
Hardcover , 336 Seiten
Produkt-ID:7260

1 Bewertung für Das Herz von Paris

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Schauplatz dieses Romans ist das Quartier Latin im Paris der 1920er Jahre; genauer gesagt v.a. die Buchhandlung Shakespeare & Company.
    Aus einem bequemen Leben gerissen, muss Ann-Sophie ihrem Ehemann von Berlin nach Paris folgen, denn dieser hat dort eine Stelle als Rechtsanwalt in der Kanzlei seines Onkels angenommen. Den „roten“ Reiseführer (Baedecker) in der Hand versucht sie die Metropole zu erkunden. Über die Stadt schimpfend, steht sie plötzlich vor der englischen Buchhandlung und wird von der Besitzerin eingeladen diese zu betreten, denn „drinnen sind noch mehr zornige Frauen“. Diese Begegnung verändert ihre Sicht auf die Stadt. Dunja (Barnes) empfiehlt ihr alles zu lesen was Sylvia (Beach) ihr zu lesen gibt. „Das kann gefährlich werden oder wunderbar, aber bereuen wirst du es nie …“ Und tatsächlich, sie verändert nicht nur ihr Gefühl für die Stadt, sondern auch ihr Leben nimmt plötzlich eine unvermutete Wendung.
    Veronika Peters hat einen Roman über die Frauen der „rive gauche“ geschrieben, über Literatinnen wie Dunja Barnes, Janet Flanner, die Bildhauerin Thelma Woods die Journalistin Solita Solano und andere. Straßen und Gassen der Stadt werden mit allen Sinnen beschrieben, Gefühle geweckt, ohne übertrieben zu wirken.
    Auf den ersten Blick scheint die Bohème dieser Frauenrunde nicht besonders geeignet, der Emanzipation Ann-Sophies förderlich zu sein, denn durchgefeierte Nächte und Alkohol sind allgegenwärtig. Wie wird das Interesse Ann-Sophies bei Shakespeare & Company zu arbeiten und auch zu schreiben, die Ehe von Ann beeinflussen?
    „Das Herz von Paris“ ist kein feministischer Roman. Die Gespräche zwischen den Frauen, den Beziehungen untereinander aber auch zu Männern vermitteln ein detailreiches Bild der damaligen Zeit. Erwähnenswert ist auch der Anhang des Romans, der viele Stellen des Romans literarisch untermauert. Nachrecherchieren der einzelnen Figuren ist trotzdem sehr interessant und empfehlenswert.

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