Das Buch der vergessenen Artisten

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Die wundersame Welt des Jahrmarkts, dramatische Zeiten und eine Liebe, die auch die größte Dunkelheit erhellt …

Ein Plädoyer wider das Vergessen und ein schillerndes, packendes Panorama der deutschen Geschichte – von den Jahrmärkten und Showbühnen Anfang des 20. Jahrhunderts bis hin zu den Kabaretts und geheimen Künstlertreffs im Berlin der Nazi-Zeit.

Deutschland, 1902. Mathis ist der dreizehnte Sohn eines Bohnenbauern, sein Leben zwischen Äckern und Feldern scheint vorherbestimmt. Erst als der Jahrmarkt im Dorf Einzug hält, bekommt Mathis eine Ahnung von der großen, weiten Welt jenseits der Hügel, die den Ort umgeben. Zusammen mit den Schaustellern begibt er sich auf eine außergewöhnliche Reise.

Berlin, 1935. Der Röntgenkünstler Mathis und seine Partnerin, die Kraftfrau Meta, leben in einer Wohnwagensiedlung am Rande der Stadt. Es sind düstere Zeiten für die Artisten: Auftrittsverbote werden verhängt, Bühnen dichtgemacht. Doch in geheimen Clubs lebt die Vergangenheit weiter. Genau wie in dem Buch, an dem Mathis schreibt – einem gefährlichen Buch, das unter keinen Umständen in die falschen Hände geraten darf …

Autor: Vera Buck ISBN: 978-3-7341-0748-1 Kategorie: Schlüsselworte: ,
blanvalet , 2021
Softcover , 752 Seiten
Produkt-ID:6717

1 Bewertung für Das Buch der vergessenen Artisten

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Mizzi M.Riedl

    Der Roman beginnt mit einem Prolog, Berlin 1935. Wohnwagen auf einem Hügel, verstreut, und ein Mann nähert sich der Siedlung der Schausteller. Er klopft an den Wohnwagen von Mathis Bohnsack, fragt nach der Kraftfrau Meta. Das Buch beginnt mit dem zweiten Erzählstrang, der beginnenden „langen Liste lächerlicher Verbote“, um Berlin für die olympischen Spiele attraktiv zu machen. Und strenge Rassengesetze der NSDAP stehen bereits im Raum.
    Der zweite Handlungsstrang erzählt von Mathis. Er kommt aus einer Bauernfamilie, in der 13 Jungen geboren wurden, wovon Mathis der Jüngste und schwächste unter ihnen ist. Als eines Tages ein Zirkus in sein Dorf einzieht, schließt er sich diesem an. Vor allem Meister Bo mit seiner Durchleuchtungsmaschine hat es ihm angetan, die das Skelett eines Menschen zeigen kann. Nach dem Tod Meister Bos, findet Mathis bei einem anderen Zirkus Platz, lernt Meta, die Kraftfrau kennen und verliebt sich in sie. Auch sie ein am Rande der Gesellschaft stehender Mensch.
    Vera Buck hat einen sehr intensiven und fesselnden Roman geschrieben, der sich mit der Frage beschäftigt, wohin in den 1930er Jahren, die ‚ausgestellten‘ Kleinwüchsigen, Riesen, behaarten Damen u.v.m. verschwunden sind. Es ist ein Buch gegen das Vergessen, eines das im Roman Mathis verfasst, ein Notizbuch, gut versteckt.
    Wie ein Notizbuch liest sich, selbstverständlich in gut lesbarer Erzählform versteckt, auch der gesamte Roman. Als Leser:in ist man geneigt, den vielen kleinen Hinweisen und Personen nachzuspüren, zu recherchieren – sie sind nicht vergessen.
    Es ist ein sehr dickes Buch, das durch seine gut charakterisierten Figuren lebt. Mitreißend und gut recherchiert, nimmt es die Stimmung der 1930er Jahre großartig auf. Vera Bucks Sprache vermittelt ein intensives und brodelndes zeithistorisches Bild, aus dem es einige Tage dauert, wieder aufzutauchen.
    Unbedingte Leseempfehlung.

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