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Christina von Schweden. Eine Hosenrolle für die Königin

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Der italienische Dramatiker und Nobelpreisträger Dario Fo erzählt die Geschichte einer starken Frau. Dario Fos Romanheldin Christina von Schweden ist eine “unmögliche Königin”: hochgebildet, rebellisch und unberechenbar. Sie weigert sich zu heiraten, hat Affären und korrespondiert mit Intellektuellen wie Blaise Pascal und Moliere. Nach ihrer Abdankung 1654 geht sie nach Rom und wird zu einer wichtigen Förderin von Wissenschaft und Kunst. Anhand geschichtlicher Zeugnisse und Chroniken erzählt Dario Fo das Leben einer selbstbewussten Frau, die mit den Konventionen ihrer Zeit bricht, und erfindet sie dabei ganz neu.

Autor: Dario Fo ISBN: 978-3-99012-422-2 Kategorie: Schlüsselworte: , ,
Hollitzer , 2017
Hardcover , 160 Seiten
Produkt-ID:2541

1 Kundenbewertung für Christina von Schweden. Eine Hosenrolle für die Königin

  1. 5 von 5

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    Der Tradition eines Dramas folgend, schließlich war Dario Fo einer der bekanntesten Theaterautoren des vergangenen Jahrhunderts, beginnt das letzte Werk des Autors mit einem Prolog. Darin erläutert er die Intention des Buches. „Diese Geschichte handelt von […] einer in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Frau, von der wir auf unsere eigene Art erzählen und der wir zu einer Stimme zwischen Dokumentation und Theater verhelfen wollten. Dazu haben wir die geschichtlichen Zeugnisse, die Gemälde studiert, die sie darstellen, und die zeitgenössischen Chroniken herangezogen. Und ein wenig haben wir sie auch erfunden, um ihrer Einzigartigkeit gerecht zu werden.“
    Dario Fo erzählt von Cristina von Schweden, die von 1632 bis 1654 ihr Land regierte. ‘Eine Hosenrolle für die Königin’ so der Untertitel des Romans, kann als feine Anspielung auf den eigentlich erwünschten Thronfolger, der sich als Mädchen Christina herausstellte und auf ihre Erziehung in männlichen Tugenden verstanden werden.
    Die szenische Wirkung des Lebens von Christina von Schweden entwickelt sich aus der lange vergessenen und von Dario Fo kultivierten Form der Commedia dell’arte, deren Einfluss auch auf das französische Theater eines Molières unbestreitbar ist . Im Roman wird das in der fiktiven Kommunikation zwischen Christina und Molière und dem Auftreten einiger Figuren der Commedia (z.B. Brighella, Arlecchino) sichtbar.
    Der Autor legt Spuren, eine Fährte zwischen Fiktion und wahren historischen Tatsachen. Er lässt damit eine Herrscherin entstehen, die wie der Autor selbst, eine große Liebe zum Theater und den schönen Künsten hegte. Ein amüsantes kurzweiliges Buch, in vitaler Sprache verfasst, eine verständnisvolle Biografie über eine philosohisch gebildete, freiheitsliebende und rebellische Frau.
    Erwähnenswert ist die Übersetzung des Textes von Johanna Borek, die den improvisierenden Charakter des Erzählflusses ins Deutsche übertragen hat.

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