Beifang
Was zieht Commissario Laurenti da aus dem Meer? Nahe der Segelyacht A, die seit den Sanktionen gegen Russland in Triest festgesetzt ist, treibt eine tote Skipperin. In der Nacht hat es einen Anschlag auf das Schiff gegeben. Was hat die Leiche damit zu tun? Proteo Laurenti und sein Team stoßen auf ein Netz aus Gefälligkeiten, Hinterzimmerdeals und Eigeninteressen, in das die ganze Stadt verwickelt scheint. Offenbar auch ihr alter Bekannter Raffaele Raccaro. Aber ist er Strippenzieher oder nur ein kleiner Fisch? In jedem Fall ist er bereit, Opfer zu bringen, solange er davon profitiert.


Lieselotte Stalzer –
Geht Triests Commissario Proteo Laurenti in Pension? Nach 11 spannenden und stimmungsvollen Büchern in der ehemals österreichischen Hafenstadt hofft man, dass dieer Krii nicht der letzte dieser Reihe sein wird. Denn nach Willen seines Vorgesetzten soll er den Antrag auf Pensionierung ausfüllen und unterschreiben. Typisch für Veit Heinichen: Ein Krimi, dessen Handlung immer über den Horizont Triests hinausgeht, wie z.B. ethnische Konflikte der Region, die Rolle der Stadt im zweiten Weltkrieg oder auch um die Nutzung des Porto Vecchio usw.
Zu Beginn des Romans, ein Sprengsatz in die aktuelle Geschichte: die russische Yacht A, die seit etwa zwei Jahren in Triest vor Anker liegt. Unbekannte wollen sie in die Luft jagen, denn die Erhaltungskosten kosten den italienischen Steuerzahler Unsummen.
Bevor Laurenti jedoch in Pension gehen kann, findet er eine weibliche Leiche, eine Top Skipperin. In derselben Nacht hat es auf der, von den Behörden festgesetzten, russischen Yacht eine Explosion gegeben und ein russischer Waffenhändler soll über das Meergeflohen sein. Laurenti beginnt im Umkreis der Toten zu ermitteln. Immer wieder taucht der Name von Raffaele Raccaro auf, einem international bekannten Geschäftsmann mit einem großen Netzwerk von Gefälligkeiten, in das halb Triest verstrickt zu sein scheint.
Veit Heinichen schreibt keine ‚blutigen‘ Krimis. Sie vermitteln das Lebensgefühl von Triest mit allen Facetten einer Stadt am Meer.
Laurentis letzter Fall oder eine neue Rolle? Veit Heinichen verrät darüber nichts. Ein Krimi-Solitär, die elf Vorgänger Bände sind unabhängig davon zu lesen und ebenso empfehlenswert.