Winter 1942. Finnland und die Sowjetunion befinden sich im Krieg. Savolenko und Kunitsin, zwei russische Soldaten, sind gezwungen mit ihrem Schlachtflugzeug in den unwirtlichen Weiten Finnlands notzulanden. Ein wohlgeplanter Spionage-Auftrag entwickelt sich so schnell zu einem skurrilen Abenteuer. Während sich die beiden im finnischen Winter auf die Suche nach Proviant und Treibstoff begeben, geht so manches schief und anderes gelingt überraschend. Dabei spielen nicht nur eine verführerische Apothekerin, ein trinkfreudiger Bauer im Delirium und ein ausgemustertes, feinfühliges Militärpferd eine tragende Rolle. Viel Stoff für einen kurzweiligen Roman aus Finnland …
»Das Leben des Vernon Subutex 3« – der dritte Band der Bestseller-Trilogie von Virginie Despentes als Hörbuch bei Der Audio Verlag
Die Geschichte von Vernon Subutex ist keine Heldenreise. Vom angesagten Plattenhändler wird Subutex erst zum arbeitslosen Nomaden, dann zum Obdachlosen und schließlich zum Guru einer Truppe schillernder Charaktere, denen Virginie Despentes, die sich mit ihrer »Subutex«-Reihe in den Olymp der französischen Gegenwartsliteratur schrieb, im dritten Teil ihrer Trilogie ein überwältigendes literarisches Denkmal setzt. »Das Leben des Vernon Subutex 3« ist der brillante Abschluss der preisgekrönten französischen Trilogie und als ungekürzte Hörbuch-Lesung mit Johan von Bülow bei Der Audio Verlag erschienen.
»Der Terror hat die Körper ergriffen, wie die Hand eines Marionettenspielers«
Zu Beginn von Band 3 der »Subutex«-Reihe lebt die Truppe um Vernon Subutex außerhalb von Paris auf dem Land und veranstaltet ekstatische Rave-Partys, die immer mehr an Popularität gewinnen. Vernon Subutex, der bei den sogenannten Convergences als DJ auftritt, wird als Guru verehrt und genießt das wiedergewonnene Ansehen. Das Leben scheint zwar außerhalb gesellschaftlicher Konventionen von Leistung und Wertschöpfung, aber doch auf geregelten Bahnen zu verlaufen – bis es am 13. November 2015 zu den Attentaten von Paris kommt. Mit untrüglicher Sprachgewalt erzählt Virginie Despentes von der Erschütterung der französischen Gesellschaft, dem unaufhaltsamen Durchsickern der Angst vor Terror im Pariser Lebensalltag. Dabei kreiert sie ein in der Literaturlandschaft einzigartiges Zeitdokument unserer gesellschaftlichen und politischen Gegenwart.
Literatur meisterhaft vertont: »Das Leben des Vernon Subutex 3« als ungekürzte Lesung mit Johann von Bülow
Johann von Bülow, der bereits in den ersten beiden Hörbüchern der Trilogie als Sprecher überzeugte, leiht Vernon Subutex und seinen Weggefährten hier ein weiteres Mal seine Stimme. Jeden der komplexen Charaktere zeichnet er mit beeindruckender Präzision. Ein Hörbuch, das unter die Haut geht! Die ungekürzte Lesung des französischen Bestsellers mit Johann von Bülow ist, wie die anderen Teile der Trilogie, bei DAV erhältlich und umfasst 1 mp3-CD.
Von den blutigen Köpfen, die sich steinzeitliche Horden schlugen, bis zu Interkontinentalraketen: 400 Jahre Männergeschichte als sinnloser Reigen der Gewalt werden in der Danziger Bucht vom Erzähler und unsterblichen Märchenhelden selbst erlebt, während Ilsebill, seine Geliebte und Partnerin, als Köchin für den wirklichen Fortschritt sorgt: die Beseitigung des Hungers. Den abgewirtschafteten Männern und dem wundersamen Plattfisch eröffnet ein Frauentribunal 1974 in Berlin den Prozess, denn jetzt wollen die Frauen Geschichte machen. Doch Hoffnung liegt nur in der gemeinsamen Emanzipation zu etwas Drittem. In Grass’ kraftvoller Lesung seines Werks »entsteht ein Sog, der einen über alle Untiefen zieht« (Elmar Krekeler, hr2).
Die Majestät des Hochlands, die unendliche Weite der Steppe und ihre Bewohner ziehen die Dänin Tania Blixen augenblicklich in den Bann, als sie sich 1914 im kolonialen Britisch-Ostafrika niederlässt und eine Kaffeeplantage gründet. In eindrucksvollen, farbigen Bildern beschreibt sie die märchenhaft-mystische Atmosphäre eines vom Untergang bedrohten Paradieses.
Nina Hoss‘ Lesung lässt den Hörer Sehnsucht, Melancholie und Glück der großen Erzählerin mitfühlen.
Lanzarote am Neujahrsmorgen: Henning will mit dem Fahrrad den Steilaufstieg zum Pass von Fermés bezwingen. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, denkt er über sein Leben nach. Eigentlich ist alles in bester Ordnung. Er liebt seine Frau, hat zwei gesunde Kinder und einen passablen Job. Aber Henning geht es schlecht. Familienernährer, Ehemann, Vater – in keiner Rolle findet er sich wieder. Er leidet unter Angstzuständen und Panikattacken, die ihn regelmäßig heimsuchen. Als Henning schließlich den Pass erreicht, trifft ihn die Erkenntnis wie ein Schlag: Er war als Kind schon einmal hier. Damals hat sich etwas Schreckliches zugetragen, das er bis heute verdrängt hat …
Tiggy d’Aplièse hatte schon als Kind eine innige Beziehung zu Tieren. Als die junge Zoologin das Angebot von Charlie Kinnaird erhält, auf seinem Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien – eine schicksalhafte Begegnung. Denn er hilft Tiggy, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem glamourösen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, einer berühmten Flamenco-Tänzerin. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde …
Gelesen von Katja Hirsch, Oliver Siebeck und Britta Steffenhagen.
Die rumänische Suche nach der verlorenen Zeit. Die große Kunst des europäischen Erzählens im 20. Jahrhundert. Ein Klassiker, erstmals aus dem Rumänischen ins Deutsche übertragen
»Der verlorene Morgen« umfasst bewegte Zeiten. Seine Handlung deckt das gesamte »kurze« 20. Jahrhundert ab. Seine Stimmen tragen durch die Jahrzehnte: Es entsteht eine panoramatische Geschichte eines ganzen Landes, gespiegelt in den Erlebnissen von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten.
Von der Gossensprache über die Rhetorik der Staatspropaganda bis zu den Resten einer vergangenen Bildungsbürgerlichkeit, von Bewusstseinsströmen bis zu brillanten Dialogen zieht »Der verlorene Morgen« alle Sprachregister.
»Der verlorene Morgen« ist ein Roman der Frauen und ein Roman des Alterns, in dem das Glück der Vergangenheit von Anfang an unter dem Unstern des persönlichen Scheiterns und der kollektiven Katastrophe des Krieges steht und an keinem Punkt ins Sentimentale oder Nostalgische abgleitet; vor allem aber ein Roman, der vom Leben und seinem Vergehen handelt. Das Kaleidoskop seiner unvergesslichen Figuren, Stimmen und Geschichten erzeugt eine den Leser mitreißende Melancholie.
Eva ist Anfang vierzig, als sie einen Anruf von dem Mann erhält, der in ihrer Kindheit eine Zeitlang die Rolle des Vaters einnahm, bevor er scheinbar für immer verschwand: Vito Anania. Er liegt im Sterben und möchte Eva noch einmal sehen. Sie reist mit dem Zug von Südtirol quer durch Italien in den äußersten Süden.
In ihrer Vorstellung entfaltet sich ihre ganze Kindheit in Südtirol: Sie wuchs im Schatten der politischen Verwerfungen einer Region auf, die drei Jahrzehnte lang der Spielball bedrohlicher Allianzen war und dann endlich den Aufbruch in die Autonomie wagte. Doch noch stärker wurde Evas Kindheit geprägt von der Liebe ihrer Mutter, der im Leben nichts geschenkt wurde.
Der Roman einer Provinz ohne Vaterland und eines Mädchens ohne Vater.
Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde .
Im Frühjahr 1945 springt Friedrich Mahr, Deckname Edelweiß, als Leiter eines Spezialkommandos aus einer zweimotorigen B-26 der U.S. Air Force über deutschem Reichsgebiet bei Salzburg ab. Der OSS-Agent hat den geheimen Auftrag, Informationen über die von Hitler angeblich geplante Alpenfestung einzuholen.
Günter Wels erzählt in seinem Debütroman die packende Geschichte eines Fallschirmagenten-Einsatzes im Zweiten Weltkrieg. Er schildert Mahrs Desertion an der Westfront, die Spionage-Schulung in einem französischen Ausbildungslager und den dramatischen Überlebenskampf, den »Edelweiß« während der letzten Kriegswochen zu bestehen hat.
In “Sie kam aus Mariupol”, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, hat Natascha Wodin ihrer Mutter ein berührendes literarisches Denkmal gesetzt. Jetzt lässt sie ein Buch folgen, das an den Freitod der Mutter 1956 anschließt. Erzählt wird die Zeit, als die ältere der beiden Töchter sechzehn ist, ein mehrjähriger Aufenthalt in einem katholischen Kinderheim liegt hinter ihr. Sie lebt beim Vater in den “Häusern” am Fluss, abseits vom deutschen Städtchen, unter Verschleppten und Entwurzelten in einer Welt außerhalb der Welt. Dabei möchte sie so gern zu den Deutschen gehören, möchte Ursula oder Susanne heißen und träumt von einem Handwerker, den sie heiraten könnte, um ihrer russischen Herkunft zu entkommen. Aber der seit je gefürchtete Vater sperrt sie ein. Sie soll keine roten Schuhe tragen, sie soll zu Hause putzen. In einem Taftkleid der Mutter flieht sie in die Vogelfreiheit, die Schutzlosigkeit der Straße. Diese Geschichte eines Mädchens, das als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Nachkriegsdeutschland lebt – misstrauisch beäugt und gemieden von den Deutschen, voller Sehnsucht, endlich ein Teil von ihnen zu sein –, wird aus dem Rückblick erzählt, ausgehend vom Tod des Vaters in einem deutschen Altenheim. Sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begonnen hat und fast das gesamte 20. Jahrhundert überspannt, ist für die Tochter immer ein Geheimnis geblieben. Irgendwo in diesem Dunkel, hinter all dem Schweigen, sucht sie den Schlüssel zum Verstehen. Eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosigkeiten, erzählt in der klaren, um Sachlichkeit bemühten und doch von Emotion und Poesie getragenen Sprache Natascha Wodins, die ihresgleichen sucht.
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