Wie viel von diesen Hügeln ist Gold

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»Wie viel von diesen Hügeln ist Gold« ist eins von Obamas Lieblingsbüchern 2020

Mit einer Pistole in den Händen und der Leiche des Vaters auf dem Rücken des Pferdes sind die chinesischen Waisenkinder Lucy und Sam auf der Flucht durch die Prärie. Es ist ein unbarmherziges Land, von Bisonknochen übersät und dem Goldrausch verfallen. Die Geschwister wollen den Vater gemäß dem chinesischen Ritual begraben – mit zwei Silberdollars auf den Augen. Nur auf diese Weise kann Ba nach Hause finden. Doch wo in dieser fremden Welt ist für Lucy und Sam das Zuhause, das so unerreichbar scheint wie das versprochene Gold in den Hügeln?

Mit wilder Sprachmagie erzählt C Pam Zhang, Tochter chinesischer Einwanderer in Amerika, in ihrem Roman »Wie viel von diesen Hügeln ist Gold« von der Sehnsucht anzukommen – an einem Ort und in einer Identität, die sich über die Grenzen von Herkunft und Gender hinwegsetzt.

Autor: C.Pam Zhang ISBN: 978-3-10-397392-1 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Fischer , 2021
Hardcover , 352 Seiten
Produkt-ID:6517

1 Bewertung für Wie viel von diesen Hügeln ist Gold

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Der Debütroman von C. Pam Zhang spielt in Kalifornien, die Jahre des Goldrauschs neigen sich dem Ende zu. Die zentralen Figuren in diesem Roman sind Lucy und Sam, elf und zwölf Jahre alt. Sie sind Kinder chinesisch-amerikanischer Eltern, die ihre Heimat verlassen haben, um Westen ein besseres Leben zu finden. Doch das neue Land und deren Bewohner stehen ihnen feindselig gegenüber und als das ersehnte Gold nicht zu finden ist, müssen der Vater und auch Sam (der sich als Bub ausgibt, m einen höheren Lohn zu bekommen) in einer Kohlemine arbeiten. Als der Vater stirbt, werden sie zu Waisen, ihre Mutter ist schon lange nicht bei ihnen. Sie machen sie sich mit den Knochen des Vaters auf dem Rücken auf den Weg, um einen Ort zu finden, an dem sie ihn begraben können.
    Die beiden Geschwister so unterschiedlich sie auch sind, auf diesem Weg durch eine öde, gefährliche und verwüstete Landschaft, halten sie zusammen, wenngleich ihre Vorstellungen von Zukunft und einem Zuhause sehr verschieden sind. „Lucy versucht von ihrer Zukunft zu sprechen. Sam hat nur Worte für die Vergangenheit, die schon lange tot ist.“ Diese Reise, dieses Weggehen aus dem Dorf, wo sie als Einwanderer nicht erwünscht waren, ist eine Reflexion über geschlechtsspezifische Identität, Familie, Zugehörigkeit, Rivalität unter Geschwistern, spürt aber auch Rassismus auf, erlebt Ausbeutung und Missbrauch. Ihre Wege trennen sich, erst fünf Jahre später begegnen sie einander wieder. „Fünf Jahre hat Lucy mehr und mehr von ihrem alten Ich begraben. Ist im trägen Leben von Sweetwater versunken wie ein Maultier … Sam dagegen ist herumgezogen du nur immer mehr Sam geworden. Hat gelernt abzuhauen, zu überleben …“
    C. Pam Zhang hat einen bildreichen Roman in lebendiger Sprache vorgelegt, der Leser:innen in eine nahezu unbekannte Welt entführt. „Sie träumt von grünen Bäumen mit schweren Früchten, von Springbrunnen, die Hühnerbrühe spucken.“ Dazu tragen u.a. auch Mythen und Symbole bei, wie z.B. der Tigerkopf, den die Mutter bei jedem Umzug wieder vor dem Eingang des Hauses zeichnet, als Zeichen für Mut, Tapferkeit und v.a. Schutz vor Unheil.
    Am Ende des Romans ist ein Interview mit der1990 in Beijing geborenen Autorin zu lesen, das einen tiefen Einblick in die Entstehung des Romans erlaubt. Unbedingte Leseempfehlung und wunderschönes Cover.

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