Kassandra in Mogadischu

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In Italien zählt Igiaba Scego schon lange zu den wichtigsten Stimmen des Landes. Nun legt sie einen großen autofiktionalen Familienroman vor, geschrieben in einer aufregenden Form: als Brief einer Autorin an ihre Nichte im fernen Kanada.
Scego erzählt von Brüdern und Schwestern, von Mogadischu und Italien, von einem Silvesterabend 1990 in Rom. Ein Mädchen macht sich fertig für eine Party, als im Fernsehen verkündet wird, dass in Somalia ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist. Das Mädchen geht auf die Party, aber wird sich den Rest seines Lebens daran erinnern, wie in diesem Moment der Jirro, die Krankheit der Diaspora, in ihren Körper eingezogen ist. Ein Zustand, der dazu führt, dass die Familie eine Generation nach Kriegsbeginn so in die Welt zerstreut ist, dass Verwandte oft nicht einmal mehr eine gemeinsame Sprache haben. Am Telefon, in Briefen und Gesprächen trotzt die Tante der Sprachlosigkeit. Faden um Faden verwebt sie Welt- und Familiengeschichte, Schrecken und Liebe zu einer großen Erzählung der Hoffnung.

Autor: Igiaba Scego ISBN: 978-3-10-397619-9 Kategorien: , , Schlüsselworte: ,
Fischer , 2024
Hardcover , 411 Seiten
Produkt-ID:9288

1 Bewertung für Kassandra in Mogadischu

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    In Italien zählt Igiaba Scego schon lange zu den wichtigsten Stimmen des Landes. In „Kassandra in Mogadischu“ , einem autofiktionalen Familienroman vor, der von Brüdern und Schwestern, von Mogadischu und Italien, von einem Silvesterabend 1990 in Rom erzählt. Ein Mädchen macht sich fertig für eine Party, als im Fernsehen verkündet wird, dass in Somalia ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist. Das Mädchen geht auf die Party, aber wird sich den Rest seines Lebens daran erinnern, wie in diesem Moment der Jirro, die Krankheit der Diaspora, in ihren Körper eingezogen ist. Ein Zustand, der dazu führt, dass die Familie eine Generation nach Kriegsbeginn so in die Welt zerstreut ist, dass Verwandte oft nicht einmal mehr eine gemeinsame Sprache haben.

    Die Autorin verwebt persönliche und historische Erzählungen zu einer ergreifenden Erkundung von Trauma und Vertreibung. Igiaba Scego vermischt geschickt die italienische und die somalische Sprache, um eine Erzählung zu schaffen, die Kulturen und Generationen überbrückt.

    Aus dem Italienischen übersetzt von Verena von Koskull, die es verstanden hat, den Roman in eine Sprache zu bringen, der das literarisch unberührte Thema der postkolonialen italienisch-somalischen Geschichte aufgreift. Sie gibt Kassandra eine kraftvolle Stimme, die man nicht so schnell vergisst.

    Ein wichtiges Buch, da v.a. Rassismus nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart noch immer präsent ist.

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