In einem Zug

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Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.

»Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.
»Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.
»Danke. Probieren Sie es trotzdem.«

Autor: Daniel Glattauer ISBN: 978-3-7558-0040-8 Kategorie: Schlüsselwort:
Dumont , 2025
Hardcover , 208 Seiten
Produkt-ID:9634

1 Bewertung für In einem Zug

  1. Bewertet mit 4 von 5

    Mizzi M. Riedl

    Eduard Brünhofer, Autor von Liebesromanen, der unter einer Schreibblockade leidet, sitzt im Zug von Wien nach München. Mit ihm im Abteil eine Frau mittleren Alters. „Sie liest nicht, hört nicht, sie schläft nicht. Kein Handy, kein Laptop, keine Ohrenstöpsel, kein Buch …“ Er hat nicht die Absicht, sich mit der Frau zu unterhalten, doch sie „Entschuldigung, darf ich Sie etwas fragen?“ Daraus entwickelt sich ein zunächst unverbindliches Gespräch, das Brünhofer immer wieder versucht zu unterbinden. Doch sein Gegenüber ist hartnäckig und verwickelt den Autor im Laufe der Bahnfahrt in eine Diskussion über Liebe, Ehe und Beziehungen.
    Die vierstündige Zugfahrt (die Haltestellen auf der Westbahn markieren den Fortgang des Gesprächs) wird zu einem kurzweiligen Leseerlebnis und in München Ost erfährt die Geschichte eine überraschende Wende und der Roman ein zeitgemäßes Ende.
    Die Charaktere sind gut gezeichnet, wenngleich Eduard auch etwas introvertiert ist und nicht alles aus seinem Leben preisgeben möchte. Catrin ist das Gegenteil: sie fragt ihn ohne Hemmungen aus, auch sie weiß mit Worten umzugehen. Beide Figuren sind vielleicht keine Sympathieträger, der sprachliche Schlagabtausch ist jedoch sehr kurzweilig.
    Ein unaufgeregtes Buch, das in Zeiten immer präsenter werdender Social-Media-Kommunikation aktuell ist. Aber auch in der altmodischen Kommunikation steckt, wie man an diesem Roman erkennen kann, durchaus Potential.

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