Hey guten Morgen, wie geht es dir?

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Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen.

Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will und sagen, was sie will – und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin
.
Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt? Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. »Hey guten Morgen, wie geht es dir« ist ein tiefgehender Roman, aber so leichtfüßig wie eine Komödie.

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Autor: Martina Hefter ISBN: 978-3-608-98826-0 Kategorie: Schlüsselwort:
Klett Cotta , 2024
Hardcover , 224 Seiten
Produkt-ID:9271

1 Bewertung für Hey guten Morgen, wie geht es dir?

  1. Bewertet mit 3 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Ich habe “Hey guten Morgen, wie geht’s dir” gelesen, weil es 2024 den Deutschen Buchpreis gewonnen hat. Es geht um Juno Isabella Flock, knapp über 50 und verheiratet mit Jupiter, der an Multipler Sklerose leidet. Juno pflegt ihn.
    Juno ist Tänzerin, Jupiter Schriftsteller ohne große Erfolge. Weil sie Schlafprobleme hat, beginnt Juno, auf die Nachrichten afrikanischer Love Scammer zu antworten und insbesondere mit einem davon, Benu aus Nigeria. Sie erzählt von ihrem (erfundenen) Alltag. Später gibt es auch ein paar Videocalls. Immer wieder stellt sich Juno die Frage, ob er immer noch versucht, sie zu scammen, also ob er ein Betrüger, eine moderne Form des Heiratsschwindlers.
    Juno nutzt das Wenige, das sie vom Love-Scammer über seinen Alltag erfährt und für wahr hält, um sich im Internet über die gesellschaftlichen Bedingungen zu informieren, in denen er lebt. Sie besorgt sich seriöse Dokumentationen, um die Gründe zu erfahren, warum immer wieder Opfer auf die Betrugsmasche hereinfallen. Die Schwindeleien sind nicht nur erschreckend, sondern es ist gleichzeitig bewegend davon zu erfahren, in welchen maroden Verhältnissen die Schwindler teils leben.
    Mit unaufgeregter Sprache wird der beschwerliche Alltag von Pflegenden erzählt. Das Buch macht nachdenklich über die Situation pflegender Personen, aber auch über Vermögensunterschiede auf der Welt und das Erbe des Kolonialismus.
    Der Roman ist aus der Sicht von Juno geschrieben. Ihre Unterhaltung mit Benu hebt sich zentriert von dem im Blocksatz gesetzten übrigen Text ab. Das erleichtert die Gedankengänge Junos nachzuvollziehen, ist aber auch aus diesem Grund eher bedrückend.
    Ob es den Deutschen Buchpreis verdient, bin ich mir nicht sicher, denn ich habe mehr Tiefgang bei diesem wichtigen Thema Pflege und das Umfeld dieser (meist Angehörigen) Personen erwartet.

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