Eisfieber
Wenn alle Sicherheitsmaßnahmen scheitern, beginnt ein Wettlauf auf Leben und Tod Madoba-2: ein Virus, tödlicher noch als Ebola. Entsprechend groß ist die Unruhe bei Oxenford Medical, als ein infiziertes Kaninchen aus dem Hochsicherheitslabor verschwindet. Ein Techniker wird leblos aufgefunden, aus Nase und Ohren blutend. Wenige Tage später überfallen maskierte Männer das Labor, erbeuten das Virus. Zu allem Unglück ist die Polizei wegen eines dramatischen Schneesturms zu Untätigkeit verdammt. So nimmt Sicherheitschefin Toni Gallo die Verfolgung der Täter zunächst allein auf. Sie ahnt nichts von dem Albtraum, der sie erwartet. Es steht viel auf dem Spiel, und noch weiß sie nicht, dass der Dieb aus dem engsten Familienkreis des Firmengründers kommt … Ken Folletts gefeierter Wissenschaftsthriller in ansprechender Neugestaltung Vom Autor der Weltbestseller DIE SÄULEN DER ERDE, DIE TORE DER WELT, NEVER – DIE LETZTE ENTSCHEIDUNG und – ganz neu – STONEHENGE – DIE KATHEDRALE DER ZEIT


Rebekka Linden –
Die Neuauflage des Thrillers sorgt für Herzrasen und für große Spannung. Die gesamte Handlung wird binnen 72 Stunden ausgetragen, was es faszinierend macht mitzuverfolgen, wie sie ihren Lauf nimmt. Zugleich lässt es den Leser auch darüber nachdenken, wie vergleichsweise schnell eine Handlung wie jene, die im Roman beschrieben wird, ihren Verlauf nehmen und eskalieren kann. Zunächst werden die wichtigen Figuren der Handlung vorgestellt, das heißt, sie werden in den Kapiteln mit ihren Leben beschrieben, die der Leser mitverfolgt. Dies mag zu Anfang als etwas eintönig erscheinen, gibt aber einen guten Einblick auf die charakterlichen Stärken der Figuren und auch auf deren Beziehungen zueinander. Ihre Motive, Prinzipien, Hoffnungen und Träume werden im Laufe dieser Kapitel nach und nach offengelegt und der Leser kann sich so auf die Figuren einstellen. Zugleich geben diese Kapitel dem Leser ein Gefühl von Authentizität. Die Hauptfiguren werden weitestgehend als nahbar, regelrecht sympathisch beschrieben. Jeder von ihnen hat seine Probleme, seinen eigenen moralischen Kompass wie auch seine Prinzipien. Aufgrund dessen wirken diese Figuren auch sehr lebensecht. Die Recherchen des Autors in Bezug auf die Laboratorien und auch auf die Sicherheitsvorkehrungen dieser gehen bis ins Detail und vermitteln der Handlung eine große Glaubwürdigkeit. Die Schreibweise ist nicht allzu kompliziert und dennoch auf eine leichte Weise gehoben, sodass sich eine große Zielgruppe für das Buch ergibt. Die Spannungsintensitäten Stellen werden durch weniger nerven kitzelnden Stellen und Szenen abgewechselt, sodass sich eine gute Mischung ergibt und der Leser nicht auf Dauer unter Spannung steht und auch so eine gewisse Zeit hat herunterzufahren. Dennoch kann nicht so weit gegangen werden, dass die Stellen für die Atempause als unwichtig betrachtet werden können, da sie sich als unverzichtbar herausstellen. Der Leser erhält so kaum mehr die Möglichkeit, sich von der Handlung loszureißen.
Alles in allem kann gesagt werden, dass dieser Roman seine Neuauflage klar versieht und sich bis heute, 20 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, dennoch als modern und zeitlos erweist. Trotzdem weiteren Fortschreiten der Technik fällt es dem Leser nicht weiter auf, dass der Roman schon verhältnismäßig als älter gesehen werden kann. Thrillerfans werden sich von diesem Thriller hervorragend unterhalten fühlen.