Das Pferd ist ein Hund

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(2 Kundenrezensionen)

Was tun, wenn plötzlich niemand mehr vor die Haustür darf? Am besten dieses Buch lesen!

Es ist Winter und so kalt, dass alle Schulen geschlossen werden. Erst kommt es Clara fast so vor wie ein langes Wochenende oder schneefrei. Aber schnell fühlt es sich gar nicht mehr lustig an. Wie gut, dass Claras kleine Schwester Luze einen unsichtbaren Hund hat, der für Aufregung sorgt. Und dann ist da ja noch Vincent, der schönste Junge der Welt, der zum Glück auch zu Hause bleiben muss. Vielleicht kann Clara ihn doch noch mit einem ihrer Witze zum Lachen bringen, wenn alle Aufgaben geschafft sind.

Das zweite Kinderbuch der preisgekrönten Autorin Tamara Bach erzählt von Familie, Freundschaften und Spielen, vor allem von der Hoffnung – warmherzig, witzig und voller Fantasie. Mit wunderschönen Vignetten und ganz in Blau gedruckt!

Autor: Tamara Bach ISBN: 978-3-551-55802-2 Kategorie: Schlüsselworte: ,
Carlsen , 2021
Hardcover , 240 Seiten
Produkt-ID:10105

2 Bewertungen für Das Pferd ist ein Hund

  1. Lieselotte Stalzer

    Empfehlenswert ab 10 Jahren

  2. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Die 12-jährige Clara, ihre kleine Schwester Luze und der Nachbarsjunge Vincent wohnen in einem Mietshaus mit mehreren Parteien. Draußen ist es so kalt, dass die Schulen schließen müssen, die Aufgaben werden ab sofort von Zuhause erledigt; Homeschooling. Die Eltern arbeiten abwechselnd im Home Office.

    Die Handlung wird aus der Sicht von Clara erzählt. Sie berichtet zunächst von Luze, die sehr wie ausgewechselt ist und und nicht mehr lacht, seit ihr bester Freund Silas aus dem Haus ausgezogen ist. Als Rosa, eine Nachbarin, die sich einen Hund anschaffen wollte dies doch nicht tut, hört Luze auf zu sprechen. “Und sie hat auch nicht mehr andauernd geredet und gesungen, wie sonst. Irgendwie ist sie kleiner geworden und grauer. Ich dachte, irgendwann verschwindet sie einfach.”Kein Trost, kein Witz hilft; bis sich Luze selbst hilft. Sie erfindet einen unsichtbaren Hund mit dem Namen „das Pferd“. Clara selbst hat auch ein Problem, seit die Schulen geschlossen sind. Sie hat sich mit ihrer Freundin Lisa gestritten und nicht mehr versöhnt. Der dritte Protagonist ist Vincent „der schönste Junge der Welt“, in den Clara verliebt ist. Jeden Tag erzählt sie ihm einen neuen Witz, aber ein Lachen kann sie ihm nicht entlocken. Auch er trägt Sorgen mit sich.

    Den drei Kindern/Jugendlichen fällt bald die Decke auf den Kopf. Die beklemmende Situation, ähnlich den Corona Lockdowns, bleibt die gleiche und dieses Dilemma hat Tamara Bach perfekt eingefangen. Und: Sie zeigt, wie viele Abenteuer man zusammen in einem Mietshaus erleben kann, wenn man Interesse an anderen Menschen hat. Vincent erfindet ein Filmprojekt, das sie angeblich klassenübergreifend erarbeiten müssen. Auftrag sei, die Hausbewohner zu interviewen. Dabei erfahren Leserinnen und Leser viel über unterschiedliche Herkünfte und Biografien der einzelnen Figuren. Ob Patchworkfamilie, Alleinerziehende, junges Paar, altes Ehepaar, Single-Ladys oder Langzeitjunggeselle: alle haben hier ihr Zuhause.

    Im letzten Kapitel erzählt Clara dann von steigenden Temperaturen, der Ausnahmezustand scheint beendet: “Und dann waren wir endlich draußen. Richtig draußen. Und wir sind nicht gestorben […].”

    Tamara Bach fängt die Stimmung, die Emotionen und Schwierigkeiten in einer Situation ein, in der das Unnormale plötzlich zur Normalität wird. Sie beobachtet die Welt von Kindern und Jugendlichen mit Empathie und setzt diese in eine wundervolle atmosphärische Geschichte für Leserinnen und Leser ab 10 Jahren um. Sie alle kennen überforderte Eltern, die versuchen, den Alltag zwischen Büro, Homeoffice und Kinderbetreuung zu meistern, bzw. eher daran zu scheitern. Sie wissen um die Bedeutung von WLAN-Passwörtern, Whatsapp Nachrichten und Homeschooling. Sie kennen die Ambivalenz zwischen dem Gefühl, isoliert zu sein und dem, keinen Platz zu haben, an dem sie sich zurückziehen können.

    „Das Pferd ist ein Hund“ ist ein starkes Kinderbuch von hoher Aktualität. Der literarische Trick, Corona durch eine Kältewelle (man könnte diese genauso gut durch eine Hitzewelle ersetzen) ist mehr als gelungen. Durch die an die 12 -jährigen Clara angepasste Sprache, beweist die Autorin eine hohe Sensibilität für die Altersstufe der Zielgruppe. Hervorzuheben ist auch die schöne Ausstattung des Buches. Die den 17 Kapiteln vorangestellten Vignetten von Ulrike Möltgen sind in den Blau-, Grau- und Weißtönen passend zum Text gestaltet.

    Uneingeschränkte Leseempfehlung (auch für Eltern und Großeltern sehr schön zu lesen).

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