Das Ministerium der Zeit

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Als eine junge Frau einen neuen Job bei einem geheimnisvollen Ministerium antritt, ahnt sie nicht, dass dieser schwüle Sommer ihr Leben für immer verändern wird. Denn das Ministerium der Zeit hat das geschafft, was niemand jemals für möglich hielt: Menschen durch die Zeit zu transportieren. Und so soll sie dem eigentlich 1847 verstorbenen Polarforscher Commander Graham Gore das Ankommen im lärmenden London des 21. Jahrhunderts erleichtern.

Während er sich an mit den Wundern der Moderne wie Toilettenspülungen und Spotify vertraut macht, muss sie ihn damit konfrontieren, dass sich die Welt nicht unbedingt nur zum Guten gewandelt hat. Und als sei nicht alles ohnehin kompliziert genug, entwickelt sich aus dem anfänglichen Unbehagen weit mehr als nur eine tiefe Freundschaft. Doch das Ministerium hat seine ganz eigenen Pläne mit dem Zeitreisenden und plötzlich verschieben sich heute, morgen und gestern, und was die beiden zusammengeführt hat, droht sie nun mit aller Macht auseinanderzureißen.

Autor: Kaliane Brandley ISBN: 978-3-328-60353-5 Kategorie: Schlüsselwort:
Penguin , 2025
Hardcover , 382 Seiten
Produkt-ID:9933

1 Bewertung für Das Ministerium der Zeit

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Obwohl gerne in Hollywood Filmen gezeigt, sind Zeitreisen noch nicht durchführbar. Doch Physikern gelang es bereits zu beweisen, dass zumindest Reisen in die Zukunft möglich sind. Kaliane Bradley greift in ihrem Debüt das vielfach strapazierte Konzept von Zeitreisen auf und schafft einen genreübergreifenden, temporeichen Roman.

    Eine junge Frau, die namenlose Erzählerin, tritt ihren neuen Job im Ministerium der Zeit an. Diesem gelingt es, Menschen aus vergangenen Zeitepochen in die Gegenwart zu bringen. Dort wird ihnen dann eine sog. “Brücke” zugewiesen, um ihnen bei der Orientierung in der für sie neuen Zeit zu helfen. Die Protagonistin ist eine dieser “Brücken”; eine junge Frau mit multiethnischer Herkunft (kambodschanisch-britische Eltern, nicht zufällig wie die Autorin), die dem 1847 verstorbenen Polarforscher Graham Gore das Ankommen in London des 21. Jahrhunderts erleichtern (und ihn überwachen) soll.

    Graham und die anderen „Auswanderer“ versuchen, sich an die kulturellen und technologischen Unterschiede anzupassen. Er hat eine entspannte, sarkastische Sichtweise auf die Welt, und seine trockenen Beobachtungen dessen, was er um sich herum wahrnimmt, sind pointiert und treffend. „Wann habt ihr die Fesseln gesprengt und euch diese – wie heißen sie – Hosenanzüge – angelacht?“ Gleichzeitig nähert sich Graham der modernen Welt mit überraschender Anpassungsfähigkeit – von der Entdeckung moderner Sanitäranlagen bis hin zur Erkundung von Spotify-Playlists -, obwohl er bestimmte zeitgenössische Bräuche (wie das Zusammenleben mit einer unverheirateten Frau in moderner Kleidung) eher schockierend findet.

    Die ersten zwei Drittel des Buches werden für die Herausarbeitung der Charaktere und der wachsenden Freundschaft zwischen der erzählenden Hauptfigur und Graham. Weiters wird klar, dass das geheime Projekt des Zeit-Ministeriums nicht so rund läuft wie nach außen kommuniziert. In die Handlung sehr gut eingebettet und die Figur des Graham Gore beschreibend sind die Szenen in der Arktis, eine Rückblende in dessen Zeit als Commander auf der Erebus.

    „Das Ministerium der Zeit“ greift Themen wie den Kolonialismus, Geschlechterungleichheit oder Rassismus auf und zeigt, dass diese Gesellschaftsbereiche nach wie vor aktuell sind. Die sprachlich präzise, manchmal humorvolle Übersetzung von Sophie Seitz trägt zur Lesbarkeit und dem Erfolg des Romans wesentlich bei.

    Eine uneingeschränkte Leseempfehlung und – es ist kein Wunder, dass dieser Roman von Persönlichkeiten wie Barack Obama gelobt wird.

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