Bei Einbruch der Nacht

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Ein urkomisches Roadmovie, ein Krimi und eine zarte Liebesgeschichte voll leiser Töne und erotischer Schwingungen. Ein Wolfsmensch, so sagen die Leute, zieht nach Einbruch der Dunkelheit mordend durch die Dörfer des Mercantour, reißt Schafe und hat in der letzten Nacht die Bäuerin Suzanne getötet. Gemeinsam mit der schönen Camille machen sich Suzannes halbwüchsiger Sohn und ihr wortkarger Schäfer in einem klapprigen Viehtransporter an die Verfolgung des Mörders, doch der ist ihnen immer einen Schritt voraus. Schweren Herzens entschließt sich Camille, Kommissar Adamsberg aus Paris um Hilfe zu bitten, den Mann, den sie so sehr geliebt hat und mit dem sie doch nicht leben konnte.

Autor: Fred Vargas ISBN: 978-3-7466-3631-3 Kategorie: Schlüsselwort:
Aufbau , 2019
Softcover , 448 Seiten
Produkt-ID:4316

1 Bewertung für Bei Einbruch der Nacht

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Lieselotte Stalzer

    Schauplatz des (neu aufgelegten) Krimis von Fred Vargas ist der Nationalpark Mercantour, in dem einige Wölfe aus den Abruzzen ausgewildert wurden und dessen Verhalten nun von einem kanadischen Tierforscher beobachtet wird. In den Dörfern rund um das Schutzgebiet sind nicht alle Bewohner glücklich über die Nähe der Wölfe. Und das spürt man auch in der kargen Sprache der Autorin.
    Schafe werden gerissen, die Bisswunden sind jedoch viel größer als von einem normalen Wolf. Als die Schäferin Suzanne tot aufgefunden wird, und ihre Wunden an Verletzungen an einen großen Wolf erinnern, sprechen die Einheimischen von einem Werwolf, der auch für die anderen brutalen Tötungen verantwortlich sein soll.
    Fred Vargas hat mit „Bei Einbruch der Nacht“ einen ungewöhnlichen und fesselnden Kriminalroman geschrieben. Der aus den anderen Büchern Vargas‘ bekannte Kommissar Adamsberg ist zunächst nur als Beobachter der Geschehnisse präsent. Als er erkennt, dass Camille, jene Frau die er nach zahlreichen Trennungen und Versöhnungen noch immer liebt, in den Fall verwickelt ist, ergreift er die Initiative.
    Die Wolfsjäger – Camille, der kanadische Forscher (ihr derzeitiger Freund) und die Freunde der getöteten Schäferin Suzanne – verfolgen in einem alten Lieferwagen die Spur des ungewöhnlich großen Wolfs, der ihnen lange Zeit einen Schritt voraus ist. Vargas hat ein Roadmovie mit Krimihandlung entworfen, spannend, oft auch amüsant.
    Die Figuren sind sehr detailreich und liebevoll gezeichnet: Vor allem Camille, die im „Katalog für handwerkliches Arbeitsgerät“ Ablenkung von den gefährlichen Vorgängen sucht, oder auch der Schäfer Wacher, der auf der Jagd nach dem Wolf, abends mit seinen Schafen telefoniert, um deren psychischen Gesundheit willen.
    Geschickt verbindet Vargas den mystischen Glauben der naturverbundenen Menschen, die die Einsamkeit der Berge gewohnt sind, mit einem Kriminalfall. Kurze Sätze und einsilbige Dialoge verstärken das regionale Bild, in dem dieser Roman spielt.
    Wer dieses Buch bei seinem Erscheinen Anfang des Jahrtausends nicht gelesen hat: Danke an den Verlag, dass er wieder aufgelegt wurde. Alle anderen Leserinnen und Leser werden sich über die schön ausgestattete Neuauflage freuen und sollten ihn nochmals lesen.

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