Alle lieben Dandelion, aber sie ist tot

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Manchmal braucht man Lügen, um zu überleben

Sieben Monate nach dem Tod ihrer Schwester Dandelion ist Poppys Welt noch immer aus dem Gleichgewicht geraten. Da stößt sie auf dem Smartphone ihrer Schwester auf die Nachricht eines Mannes namens Jake, gibt sich kurz entschlossen als ihre wilde große Schwester aus und verabredet sich mit ihm. Ausgerechnet an Dandelion vierzigstem Geburtstag. Doch nur ein Mal will sie so mutig sein wie Dandelion – und ihr dadurch nah sein.

»Es war ihr nicht wie ein Zufall vorgekommen, eher wie eine Intervention ihrer Schwester. Im Bad hatte Poppy mit ihrem Spiegelbild über den ethischen Aspekt ihres Vorhabens debattiert und sich auf Folgendes geeinigt: Es war nur für eine Nacht. Es war nur eine Eskapade anlässlich des Geburtstags ihrer Schwester. Nur für eine Nacht wollte Poppy Dandelion sein.«

Eine Lüge leben. Eine Lüge lieben?

Für Poppy und Jake ist es Liebe auf den ersten Blick. Jeder Moment mit Jake fühlt sich echt, schön und richtig an – obwohl alles auf einer Lüge basiert.

»Wenn Poppy die Geschichte von Anfang an erzählen würde – dann würde Jake vielleicht verstehen, dass nicht alle Lügen schrecklich sind. Dass sie manchmal ein Weg sind, um der Wahrheit näher zu kommen. Manchmal braucht man Lügen, um zu überleben.«

Als die Grenzen zwischen Trauer und Liebe verschwimmen, steht Poppy vor einer schweren Entscheidung: Soll sie die Erinnerung an Dandelion durch Lügen aufrechterhalten oder alles für ihr eigenes Glück riskieren?

›Alle lieben Dandelion, aber sie ist tot‹ ist ein einfühlsamer und gleichzeitig humorvoller Debütroman über zwei ungleiche Schwestern, Liebe, Trauer und den Mut, nach einem schlimmen Verlust wieder zu leben und Hoffnung zu finden.

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Autor: Rosie Story ISBN: 978-3-423-28547-6 Kategorie: Schlüsselwort:
dtv , 2026
Hardcover , 416 Seiten
Produkt-ID:10876

1 Bewertung für Alle lieben Dandelion, aber sie ist tot

  1. Bewertet mit 4 von 5

    Lieselotte Stalzer

    „Alle lieben Dandelion, aber sie ist tot“ ist der Debütroman von Rosie Storey. Zwei Schwestern stehen im Mittelpunkt der Handlung: Dandelion und ihre Schwester Poppy. Dandelion stirbt sieben Monate vor Beginn des Romans. Poppy ist am Boden zerstört und untröstlich. Die Hinterlassenschaft der sehr erfolgreiche Dandelion geht an Poppy, auch die schöne und gemütliche Wohnung. Es fällt ihr schwer, die Wohnung zu verkaufen oder zu vermieten und verbringt sehr viel Zeit dort. Sie benutzt auch das Handy ihrer Schwester und damit gewinnt die Handlung an Tempo.
    Sie meldet sie sich bei einem Mann, mit dem ihre Schwester über eine Dating-App gematcht hatte: Jake, ein alleinerziehender Vater. Er und Poppy verabreden sich auf einen Drink, bei dem Poppy vorgibt, Dandelion zu sein, ihre Kleidung trägt und viele ihrer Charakterzüge annimmt. Schicksal, Magie oder die spitzbübische Hand Dandelions aus dem Jenseits? Poppy hat zwar nicht vor, ihre Schwester zu imitieren, aber – es hat sich bald eine romantische Beziehung mit Jake entwickelt – wie soll sie ihm erklären, wer sie tatsächlich ist? Poppy täuscht nicht nur Jake, sie ist auch in einer langjährigen Beziehung mit dem selbstgefälligen Sam, der auf eine Heirat drängt.
    Der Roman ist in drei Teile gegliedert und Leserinnen und Leser ahnen, dass sich die gesamte Situation nur verschlimmern wird, bevor es zu einem Happy End zwischen den beiden Protagonisten kommt.
    Der britische Humor (man muss ihn mögen) zeigt, dass selbst die tiefe Trauer eine lustige Seite haben kann. Die Figuren sind sehr gut und lebensnah, mit allen erdenklichen Schwächen gezeichnet. Dandelion: mutig, gemein und wild, aber mit Liebe zu ihrer Schwester Poppy, die das Gegenteil von ihr ist. Auch die Nebenfiguren wirken authentisch, besonders Jetta, die beste Freundin beider Schwestern und Jakes Ex-Frau, die immer noch wütend auf Jake ist, weil er ihn betrogen hat, und ein neues Leben aufbaut.
    Der Roman fesselt Leserinnen und Leser durch Emotionen und den sehr empathischen Zugang zum Thema Trauer. Sehr lesenswert, weil sehr realitätsnah.

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