A Song to Drown River
China um das Jahr 500. Zu lange schon leidet das Volk der jungen Xishi unter dem Krieg mit dem Nachbarkönigreich Wu. Da bietet Fanli, der Berater ihres Königs, Xishi eine einzigartige Chance: Er will sie zur Spionin ausbilden und aus ihrer Schönheit die Klinge formen, die den König von Wu mit einem Stich ins Herz zu Fall bringt. Xishi lernt zu lügen und ihre wahren Gefühle zu verbergen – nur einander können Fanli und Xishi nicht täuschen. Als sie schließlich an den Hof von Wu gelangt, steigt die anmutige Xishi schnell in der Gunst des feindlichen Herrschers auf. Doch mit jedem Tag wächst die Gefahr, enttarnt zu werden. Und das würde nicht nur ihren eigenen Tod bedeuten, sondern auch den des Mannes, den sie liebt …
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Lieselotte Stalzer –
Der Roman „A Song to Drown Rivers” ist von einer chinesischen Legende inspiriert. Die weibliche Figur Xishi ist eine der vier Schönheiten des alten Chinas. Der Roman ist eine weitschweifende historische Erzählung über Krieg und Aufopferung für eine gute Sache und eine Liebe, die nicht sein darf.
Xishi ist eine junge bildhübsche Frau, die mit ihren Eltern in einem armen Dorf lebt und Seidenballen im Fluss wäscht. Ein Berater des Königs – Fanli – sieht in ihr die Möglichkeit, sie als Spionin gegen den verfeindeten König des Nachbarlandes auszubilden, der eine Schwäche für schöne Frauen hat.
Xishi, die bei einem Angriff der feindlichen Soldaten ihre Schwester verloren hat, lernt von Fanli alles, was sie für ihre Mission braucht: zu lügen und ihre wahren Gefühle zu verbergen.
Wird sie ihr Ziel erreichen oder enttarnt werden?
Der Roman fasziniert durch östliche Mythologie, die westlichen Leser:innen weitgehend fremd ist. Die Welt, in die man eintaucht, ist voller Farben, dramatisch, voller Sehnsucht und herzzerreißend. Machtspiele, Intrigen und Rache: all das sind die Zutaten in diesem Roman, der sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene geschrieben ist. An die Sprache musste ich mich erst gewöhnen, wirkt sie doch bei den ersten Textstellen etwas übertrieben, sogar kitschig.
„… die Wolken waren dicht und schwer und an den Rändern gold-rosa getuscht.“
„Fuchai (Anm.: der feindliche König) zog mich näher an sich, sodass ich nur seinen Duft einatmen konnte, diese dunklen süßen Noten von Tinte und Schwertpolitur und Erde um Mtternacht.“
Gut gezeichnete Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann und ein spannender Plot.