Blaues Feuer
Wenn ein Sensationsfund zur größten Bedrohung wirdDr. Kristina Sabo ist etwas gelungen, von dem andere Forscher nur träumen: In der Arktis hat sie ein leuchtendes Bakterium entdeckt – eine wissenschaftliche Sensation, die den weltweiten Energieverbrauch drastisch senken könnte. Um weitere Proben zu sichern, sticht ein Forschungsschiff in See, an Bord Kristina und der Elitesoldat Yorick Vard. Er ist auf verdeckte Operationen spezialisiert, und sein Auftrag lautet: die Mission um jeden Preis zu schützen. Je weiter sie in das Nordpolarmeer vordringen, desto mehr gerät die Fahrt außer Kontrolle. Ein aufziehender arktischer Sturm, Sabotageakte an Bord und unerklärliche Zwischenfälle bedrohen nicht nur die Forschung, sondern auch das Leben der Crew.In Hamburg erkennt Kristinas Kollege José Ruiz Fernández unterdessen, welche Gefahr tatsächlich hinter der Entdeckung steckt. Denn ein einziger Fehler kann eine ungeahnte Kettenreaktion auslösen – und eine Entwicklung in Gang setzen, die alles in den Abgrund reißen könnte.Ein atmosphärischer Wissenschaftsthriller über Macht, Verantwortung und eine Entdeckung, die zur Gefahr werden könnte – Spannung bis zur letzten Seite


Rebekka Linden –
Der Thriller erzählt eine spannende Geschichte, bei denen der Leser zunächst einmal den Überblick finden und auch den Fokus herauslesen muss. Die Kapitel sind kurz gehalten und geben genaue Ortsangaben an, die auf einen der Protagonisten hindeuten. Die Schreibweise ist moderat gehalten, leicht verständlich und nicht über die Maßen mit Fachbegriffen oder wissenschaftlichen Zusammenhängen aufgeladen. Das Leben der Protagonisten wird zunächst beleuchtet und so gesehen in freier Wildbahn aufgenommen, ehe sich die Figuren in die wirkliche Handlung begeben. Für den Leser ist es gut gemacht worden, da er so mit den Hauptfiguren warm werden kann und auch die ein oder andere Auffälligkeit im Verhalten bemerkt. Da das Buch aus der dritten Personenperspektive geschrieben ist, erfährt der Leser teilweise auch mehr als die Hauptfiguren. Jedoch ist genau das als zielführend gedacht, sodass der Leser den Anschluss an die Handlung nicht verliert. Dieses Buch entspricht keinem typischen Thriller, da viele Motive, die sonst klassisch sind, hier fehlen. Dennoch macht die Schreibweise und auch die vielen Wendungen der Gesamthandlung das Buch spannend. Der Leser empfindet umgehend für den Hauptcharakter eine Art von Sympathie. Seine bescheidene Art und seine Zurückhaltung und auch sein Selbstbewusstsein wirken durch die Seiten regelrecht anziehend. Aber die Art und Weise wie sich der Hauptcharakter gibt und wie es in seinem Inneren aussieht, sorgt beim Leser für eine gewisse Sympathie und Glaubwürdigkeit, da es eine gewisse und doch vollständig glaubwürdige Ambivalenz existiert. Eine sehr glaubwürdige Darstellung der Figuren Protagonisten ist somit gegeben. Die Beziehungen zwischen den Figuren werden nicht allzu detailreich beschrieben und doch kann der Leser mithilfe weniger Worte sich schon das Nötigste zusammenreimen.
Zusammenfassend muss gesagt werden, dass dieser Thriller seinen Namen in gewisser Hinsicht verdient, auch wenn dem Buch charakteristische Motive fehlen. Wichtig bleibt aber die fesselnde Schreibweise, der angenehme und nahbare Protagonist, eine spannende Handlung und die Frage, wie es wohl weitergehen könnte.