Colette

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Aus dem Französischen von Stefanie Neumann.

Hardcover. Hellblauer Ganzleineneinband mit Goldprägung am Buchrücken. Schutzumschlag am Buchrücken eingerissen.  Kopfschnitt vergilbt.

Buch in guten Zustand.

Autor: Maurice Goudeket ISBN: A-Fl-Be-0001-LS Kategorien: , Schlüsselwort:
Paul Zsolnay , 1957
Hardcover , 295 Seiten
Produkt-ID:942

1 Bewertung für Colette

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    Lieselotte Stalzer

    Sidonie-Gabrielle Claudine Colette (1873 – 1954) war schon zu Lebzeiten eine hoch verehrte und gefeierte französische Schriftstellerin. Ihre Kindheit verbrachte sie in einem kleinen Ort in der westlichen Bourgogne. Bei einer Reise nach Paris lernte sie mit 16 den 30-jährigen Henry Gauthier-Villars kennen: Die Ehe wird nach 10 Jahren geschieden.
    Auch ihre zweite Ehe mit dem Chefredakteur des Pariser Tageblattes ‚Le Matin’,  Baron Henry de Jouvenel des Ursins geht in die Brüche. Während dieser Ehe verfasste sie (1920) ihren bekanntesten Roman: ‚Chéri’ die Geschichte eines jungen Mannes der sich zwischen der erfahrenen Geliebten und seiner jungen Ehefrau entscheiden muss.
    Bei der Publikation des Werkes ‚Le Blé en herbe’ 1923, benutzte sie erstmals „Colette“ als Autorennamen.
    1925 lernte sie den um 16 Jahre jüngeren reichen Perlenhändler Maurice Goudeket kennen, den sie 1935 heiratete. Goudeket hat 30 Jahre als Gatte mit dieser ungewöhnlichen und leidenschaftlichen Frau verbracht. Als er 15 Jahre alt war erklärte er seinen Eltern „Diese Frau werde ich heiraten, nur sie allein kann mich verstehen.“ Erst als er fünfunddreißig Jahre alt war, im Jahre 1925, lernte er sie tatsächlich kennen.
    Das Buch Goudekets hat den Stil des liebenden Ehemannes. Was er Privates über Colette mitteilt, ist wahrscheinlich vielen Leserinnen und Lesern neu, nie jedoch ein indiskretes zur Schau stellen des gemeinsamen spannenden Lebens mit Colette.
    Colette wurde als zweite Frau in die Académie Goncourt aufgenommen. 1945 wurde sie einstimmig in die Académie gewählt. Solange sie noch imstande war, dem ‚Dejeuner’ beizuwohnen, bei dem sich die Mitglieder einmal monatlich versammelten, machte sie sich ein Fest daraus. … Die Literatur nahm dann nur den letzten Rang ein, das Vergnügen an der Gesellschaft den ersten.“  „Näher, näher“, sagte sie, „setzt Euch auf meine Füße.“
    Als 1954 Colettes Kopf „mit einer unsäglich anmutigen Bewegung zur Seite“ fiel, war Goudeket an ihrer Seite. Als große alte Dame der französischen Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bekam sie als erste Frau in Frankreich ein Staatsbegräbnis.

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